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Schwalmtal
Mit "Neller Advent" 2500 Euro gesammelt

Schwalmtal. Die "Määrtschpatzen" begeisterten das Publikum im Waldnieler Pfarrheim mit einem lustigen und besinnlichen Programm. Mit den Spenden der Besucher machen sie Bedürftigen eine Freude

Als die "Määrtschpatzen" vor zwei Jahren zum ersten Mal zur Veranstaltung "Neller Advent" einluden, hatten sie Zweifel, ob "das" überhaupt jemanden interessieren würde. Doch die Aktiven wurden schnell belehrt, dass diese Bedenken unbegründet waren: Die Bibliothek am Markt in Waldniel war zu klein für so viele Besucher, kurzerhand wurde im vergangenen Jahr die Veranstaltung ins Pfarrheim verlegt. Und auch in diesem Jahr reichten die rund 200 Platzkarten bei weitem nicht aus. Viele, die gern dabei gewesen wären, mussten abgewiesen werden. Daher überlegen die "Määrtschpatzen" nun, im kommenden Jahr zwei Termine anzubieten.

Mit dem "Neller Advent" wollen die "Määrtschpatzen" Menschen eine weihnachtliche Freude bereiten: den Besuchern mit einem unterhaltsamen Abend, der sentimentale Momente und lautes Lachen vereint, und denjenigen im Ort, denen es nicht so gut geht, indem die Zuschauer des Abends für sie Geld spenden. 2500 Euro kamen nun für bedürftigen Menschen zusammen. Das Geld verteilen Klaus Müller und Uta Krüger von den "Määrtschpatzen" kurz vor dem Fest.

Zehn "Schpatzen", das Kindertheater Purpur und Tirhas Gebreslasie aus Eritrea als Gast spürten direkt, dass sie mit dem diesjährigen Programm den Geschmack des Publikums getroffen hatten. Gebreslasie kam mit ihrer Familie am Heiligabend 2015 nach Deutschland, nach Waldniel. Als die Katholikin in ihrer Muttersprache Tigrina zunächst Verse aus Jesaja 9 - "Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht" - vortrug und dann den Psalm 23 sang, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Der anschließende Applaus war lang und herzlich. Hochdeutsch und "Neller Plott" wechselten sich in den Vorträgen ab. Und dass Schadenfreude durchaus auch eine Freude sein kann, bewies das Publikum laut lachend bei Klaus Müllers "echt wahrer" Geschichte von der "Weihnachtsparty" der Neller High Society. Deftig, eindrucksvoll und natürlich "op Plott" beschrieb er, was passiert, wenn auf einer Party mit Rang und Namen dummerweise eine Flasche mit Abführmittel neben dem Glühwein steht.

Einen Weihnachtsbaumkauf mit verbuchselten Wechstaben gab es auch. Weil er kein Zeuerfeug hatte, brauchte Michael Beneke einen Bannentaum mit Kichterlette, nicht mit Kachswerzen. Aber ob das ohne die Deckstose im Gorvarten überhaupt etwas werden könnte, bezweifelte Verkäuferin Silke Güsken doch stark.

(hah)
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