| 00.00 Uhr

Schwalmtal
Mit Stipendium des Bundestags in die USA

Schwalmtal. Der Schwalmtaler Lukas Hensen wird als Stipendiat des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms für ein Jahr in den USA leben. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Udo Schiefner wählte Hensen aus Von Markus Plüm

Lukas Hensen zählt schon die Tage herunter. "Noch 103, dann geht es los." Der 21-jährige Schwalmtaler wird am 3. August in Frankfurt in den Flieger Richtung New York steigen und dann ein Jahr in den Vereinigten Staaten leben, studieren und arbeiten.

Möglich macht das der Viersener SPD-Bundestagsabgeordnete Udo Schiefner. Er wählte Hensen als denjenigen aus, der ein Stipendium des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms des Deutschen Bundestags erhält. Darauf hatte sich Lukas Hensen - wie rund 400 andere junge Menschen deutschlandweit - beworben und schaffte es nach etlichen Sprachtests, Motivationsschreiben und Bewerbungsgesprächen in die Endauswahl. "Die Auswahlkommission hat mir letztlich fünf Bewerber aus meinem Wahlkreis empfohlen, von denen ich dann einen auswählen durfte", erklärt Udo Schiefner.

Das Patenschaftsprogramm gibt seit 1983 Schülern sowie jungen Berufstätigen die Möglichkeit, mit einem Stipendium des Deutschen Bundestages ein Austauschjahr in den USA zu erleben. Die Eignung der Bewerber überprüft die "Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit" (GIZ).

Lukas Hensen wird im Sommer mit 74 anderen Auserwählten über den Atlantik fliegen. Dort findet zunächst ein mehrtägiges Vorbereitungsseminar statt, bevor die Stipendiaten in ihre Zielorte und Gastfamilien weiterreisen werden. "Leider weiß ich aber noch nicht, wo ich lande. Wenn ich Glück habe, erfahre ich das im Juli. Wenn nicht, dann erst vor Ort", sagt Lukas Hensen. "Hoffentlich wird es etwas an der Westküste, da möchte ich wirklich gerne hin."

An das Patenschaftsprogramm geriet er eher zufällig. "Die USA haben mich schon immer fasziniert. Und ein Auslandsjahr wollte ich auch immer erleben, habe mich nach der Schule aber nie getraut. Meine Schwester hat mir den Tipp gegeben, mich doch einmal zu bewerben." Gesagt, getan. Direkt im ersten Anlauf hat es für den Schwalmtaler, der im Januar seine Ausbildung zum Bankkaufmann erfolgreich beendet hat, geklappt.

Sämtliche Kosten werden übernommen. Dafür ist das Stipendium aber auch an einige Bedingungen geknüpft. "Ich werde zunächst ein halbes Jahr lang an einem College studieren und muss auch Kurse belegen, die meiner Ausbildung entsprechen. Gleichzeitig muss ich mich eigenständig um einen Praktikumsplatz für das zweite Halbjahr kümmern." Wohnen wird er bei einer Gastfamilie - die er allerdings noch nicht kennt. Dennoch freut er sich auf die Zeit in den Staaten.

Udo Schiefner ist ebenfalls zufrieden mit seiner Wahl. "Eigentlich hätte ich gerne alle fünf Bewerber aus meinem Wahlkreis geschickt, aber Lukas hat mich in unseren Gesprächen am meisten überzeugt."

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Schwalmtal: Mit Stipendium des Bundestags in die USA


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.