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Viersen
Mit strahlenden Augen in die Kita

Viersen: Mit strahlenden Augen in die Kita
Die Erzieherinnen der Kindertagesstätte Brabanter Straße betreuen in diesem Kindergartenjahr insgesamt 83 Kinder, 21 davon sind zwischen einem und drei Jahre alt. FOTO: KN
Viersen. Das Kindergartenjahr hat begonnen und es gibt viele neue Angebote. Wir haben uns in einer Tagesstätte umgesehen. Von Lea Buchholtz

Ganz hinten auf dem Gelände sitzen Anton, Paul und Luca auf der Schaukel. Für sie und alle anderen Kindergartenkinder aus Viersen hat gerade das neue Kindergartenjahr begonnen. Am besten gefalle ihnen der Bauraum, erklären die Drei. "Die Turnhalle mag ich aber auch", sagt Luca. Der Fünfjährige besucht gemeinsam mit seinen Freunden die Kindertagesstätte Brabanter Straße. Dort gibt es wie auch in anderen Kindergärten in diesem Jahr einige Neuerungen, denn in Kindergärten wird pädagogisch gearbeitet.

Luca zum Beispiel besucht eine Schulkindergruppe. Sie wurde für die Kindergartenkinder eingerichtet, die ab dem nächsten Jahr in die Grundschule gehen und soll den oft schwierigen Übergang erleichtern. "Dort hat man die Möglichkeit, Themen zu besprechen, mit denen sich jüngere Kinder noch nicht beschäftigen können", erklärt Gabi Ueberschär, Leiterin des Kindergartens.

Im Fokus steht in der Kindertagesstätte auch die Bewegung: "Wir sind ein anerkannter Bewegungskindergarten und tragen dazu bei, dass Bewegung zum Alltag gehört", sagt Ueberschär. Hierfür seien gerade besondere Materialien angeschafft worden, die in der Turnhalle auf ihren Einsatz warten. "Die Holzspielzeuge, wie beispielsweise die Kipphölzer, dienen dem Gleichgewicht", so die Kita-Leiterin und zeigt, wie man das Kippholz richtig benutzt. Auch die Kinder müssen erst den richtigen Umgang mit dem Material lernen, bevor sie es nutzen können. "Wenn sie die Einführung mit den Spielzeugen gemacht haben und die Regeln kennen, dürfen die Kinder die Holzspielzeuge benutzen. Bei uns gilt die Philosophie, dass man die Kinder im Auge behält und sie dennoch alleine ihre Erfahrungen machen können", sagt Ueberschär. Für die Kindergärtnerinnen sei es sehr wichtig, sich immer wieder weiter zu bilden. So fängt Erzieherin Bettina Beyen ab September eine Fortbildung zur Fachkraft für inklusive Bildung und Erziehung an: "Ich erwarte, dass ich im Umgang mit förderbedürftigen und behinderten Kindern eine gewisse Gelassenheit und Sicherheit erlerne", sagt sie. "Diese Sicherheit können wir dann an die Kolleginnen weitergeben", fügt Ueberschär hinzu, die die Fortbildung bereits abgeschlossen hat.

Die Erzieherinnen betreuen in diesem Kindergartenjahr 83 Kinder, 21 davon sind zwischen einem und drei Jahre alt. "Wir haben eine Eingewöhnungsphase für die neuen Kinder, die zwei bis drei Wochen dauert. Dazu sind die Eltern bis zu einer Stunde im gleichen Raum wie ihre Kinder", sagt Ueberschär, "Die Kinder müssen sich bei uns wohlfühlen und die Eltern ein gutes Gefühl dabei haben, ihre Kinder in der Kita zu lassen."

Deshalb werde von Anfang an auf eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern geachtet. Dazu zählen auch Gespräche, in denen Rituale oder Vorlieben festgehalten werden. "Gerne bringen Kinder ihr Schnuffeltuch mit. Ein Ritual hat sich bei uns aber besonders eingebürgert: Das Rausschubsen der Eltern, wenn sich die Kinder von ihnen verabschieden", verrät Ueberschär schmunzelnd.

Quelle: RP
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