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Viersen
Mit Trompeten und Pauke in St. Remigius

Viersen. Viersen (anw) Im doppelsinnigen Titel "Mit Pauken und Trompeten" war die Orgel zwar nicht existent, doch ihr allein gehörte der Auftakt zum Konzert in St. Remigius. Kantor Thorsten Konigorski setzte zu Nikolaus Bruhns' Präludium e-Moll auf ein kontrastreiches Spiel mit fordernd kräftigen Partien und ruhig fließenden Sequenzen. Berührend war seine Interpretation von Krebs' Praeambulum und Choral "Jesu meine Freude" mit filigran anmutenden Läufen und fein nuancierter Dynamik.

Das Gros der vorgestellten Werke konzentrierte sich aber auf das konzertante Spiel von Pauke und Trompeten im Verbund mit der Königin der Instrumente. Als Aufführungsort für die Gastmusiker war die Nähe zur Pieta unweit der Orgelempore ausgewählt worden. Mit dem Altenburger Trompetenensemble und Ralph Ruegg an der Pauke servierte Konigorski Werke von Kuhnau, Vivaldi, Bach, Händel und Telemann. Im gemeinsamen Spiel bevorzugte das Quintett Werke, die die Trompeten festlich strahlend erklingen ließen.

Hier wechselte der Organist zwischen schlichter Begleitung und jubilierenden Einsätzen als Antwort auf das Trompetenspiel. Ungemein behutsam setzte Konigorski den nur für die Orgel bestimmten langsamen Satz aus Bachs Concerto D-Dur von den festlich leuchtenden Sätzen des Werks ab. Das etwa 90-minütige Konzert endete zu Händels "Feuerwerksmusik", die der Komponist im Auftrag von König Georg I. geschrieben hatte.

Das Quintett gestaltete die Ouvertüre in Art einer feierlichen Prozession und wechselte zum lebendigen Spiel. Dazu bot die Bourrée einen sanften Gegenpol. Die Besucher dankten mit herzlichem Beifall.

Quelle: RP
 
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