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Viersen
Mitreißende Fusion von Klezmer und Jazz

Viersen: Mitreißende Fusion von Klezmer und Jazz
David Krakauer begeisterte mit der WDR Big Band am Freitag. FOTO: Busch
Viersen. Eine interessante Aufgabe wartete auf die "Hausband" - die Big Band des WDR. Mit David Krakauer war nämlich ein Solist eingeladen, der sich als Grenzgänger zwischen Klezmer und anderen musikalischen Stilen einen internationalen Ruf erspielt hat.

Der Klarinettist hatte vorwiegend eigene Kompositionen mitgebracht. Klezmer als rituelle Musik der jüdischen Tradition, in der Religion oder bei Festen, erfuhr eine Weiterentwicklung im osteuropäischen Judentum und ist heute eine vielbeachtete musikalische Gattung. Krakauer erwies sich als Virtuose auf seinem Instrument. Er zeigt die verschiedenen Seiten der Musik auf, die Melancholie und die schier unbändige Lebensfreude, die im Klezmer so nah beieinander liegen können. Dabei verwendet er auch überlieferte Themen, wie sie etwa bei Hochzeiten gespielt werden, wie im "Street Song", der in einem furiosen Tanz endet.

Natürlich war nicht ein traditionelles Klezmer-Konzert, sondern eine Fusion mit dem Jazz intendiert. Chris Byars, Leiter der WDR Big Band, hatte dafür die ideenreichen Arrangements geschrieben und dabei den Solisten reichlich Freiraum für sehr unterschiedliche Improvisationen eingeplant. Es entwickelte sich so ein wunderbares Zusammenspiel, das der sehr sympathisch auftretende Krakauer ganz offensichtlich genoss. Er betonte mehrmals, welch außerordentliches Vergnügen es sei, mit einem solchen Ensemble zusammenzuarbeiten. Für diese mitreißende Fusion gab es einen Riesenapplaus.

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