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Viersen
Mittsommernacht-Fieber in Süchteln

Viersen: Mittsommernacht-Fieber in Süchteln
Das bunte Treiben mystischer Figuren läutete den "Feier-Abend" in Süchteln ein, um "Viersen blüht" zu eröffnen. Das Programm begeisterte die Zuschauer. FOTO: Busch
Viersen. Einen mystischen Abend erlebten die Besucher bei der Eröffnung von "Viersen blüht" auf dem Süchtelner Lindenplatz. Begleitet von Elfen, Feen, Rittern und Nachtwächtern gab es ein Feuerwerk an Unterhaltung. Von Bianca Treffer

Sphärische Klänge schweben über dem Lindenplatz in Süchteln. Merkwürdige Gestalten huschen umher. Ihre Hautfarbe ist grünlich. Gekleidet sind sie in Tüll und Filz, Blätter, und Efeuranken umrahmen ihre Gesichter. Querflötentöne erklingen auf einmal dazu. Ein diabolisch um sich blickender Pan im Fellgewand, mächtigen Krallen an den Füßen und Hörnern auf dem Kopf, gesellt sich musizierend dazu.

Die Besucher haben es sich auf den Stühlen mit den gelb-weiß-gestreiften Kissen und den langen Holzbänken gemütlich gemacht haben. Die Elfen springen auf Bänke, lachen Gäste an und nehmen sie ein stückweit auf ihrem Weg durch die Menge ins Schlepptau. Weiße Lampions leuchten in den Linden. Auf den Tischen flackern Kerzen in kleinen Glasbehältnissen. Bunte Cocktails stehen neben Bier- und Sektgläsern auf den gelben Tischdecken. "Der Lindenplatz in Süchteln ist voll, und wir sind gerade auf einen mystischen Abend eingestimmt worden, der noch viele Überraschungen mit sich bringen wird", begrüßt Moderator Rolf Ludwig.

Aber lange Vorreden beim Mittsommerfest mit der Eröffnung von "Viersen blüht" gibt es aber nicht. Zu einer Mittsommernacht gehören nicht nur Fabelwesen, sondern vor allem Musik und Tanz. Musikalisch machen so Tialda und Sascha, die Gewinner von Popstars 2007, den Aufschlag und das direkt mit einergefühlvoll vorgetragenen Eigenkomposition.

Das Citymanagement hatte einen bunten Mix zusammengestellt, der nahezu für jeden Geschmack etwas im Angebot hatte. Dabei kam die Historie von Süchteln nicht zu kurz: Welche Sagen und Legenden sich rund um den Viersener Ortsteil ranken, zeigte der ortansässige Heimat- und Verschönerungsverein und das in Form von historischen Figuren. Heinz Prost eroberte als Ritter die Bühne. Regina Hanisch trat als Heilige Irmgardis auf und Heinz Grüber sowie Friedhelm Rath überraschten als Nachtwächter. Welche Märchen Süchteln zu bieten hat, das wusste Rita Stertz als Märchentante.

Ob die kleinen und großen Tänzer vom Tanzstudio Bouten oder Livemusik mit Sara Bennett - von Seiten der Besucher gab es reichlich Applaus. Einen Genuss fürs Auge bot René Albert mit seiner Lichtjonglage und der Feuershow. Mit LED-Stäben ließ der Kölner ganze Schriften in der Luft entstehen. "Viersen blüht" und "Mittsommernacht" entstanden so vor den Augen der begeisterten Zuschauer. Stäbe, Fackeln, Seile - alles flog durch die Luft und landete sicher wieder in seinen Händen. Meterhohe Flammensäulen wirbelten auf und erstaunten die Zuschauer.

Für Spaß sorgten immer wieder die Einlagen der Elfen und Pans zwischen den einzelnen Programmpunkten, die den Sommerabend gekonnt abrundeten. "Ein wunderschönes Angebot, wobei ich der Organisation ein großes Lob aussprechen muss. Ich hätte nie gedacht, dass ,Viersen blüht' einmal solch ein Event werden würde", freute sich die ehemalige Citymanagerin Dr. Tatjana Sittig, die auch zu den Besuchern zählte.

Wie schön Süchteln mit seinen blühenden Skulpturen aussieht, davon konnten sich die Besucher vor Ort überzeugen. Der Süchtelner Nachtwächter grüßte auf dem Lindenplatz, das Spinnradmädchen lud vor der Kirche zum Verweilen ein und an allen Zugängen zur Innenstadt standen die Blumenpyramiden. Nicht zu vergessen die Blumentreppe neben dem Weberhaus. Wer sich bei der Eröffnungsfeier übrigens wunderte, was am Weberhaus passierte: Der Löschzug Süchteln der Freiwilligen Feuerwehr übte nur und war nicht im Einsatz.

Quelle: RP
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