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Niederkrüchten
Mooren feierlich verabschiedet

Niederkrüchten: Mooren feierlich verabschiedet
Niederkrüchtens Bürgermeister Herbert Winzen (l.) und Kreisbrandführer Klaus-Thomas Riedel (re.) dankten Hans-Rudolf Mooren für die geleistete Arbeit und hoben seine Geduld und Verlässlichkeit hervor. FOTO: RPO
Niederkrüchten. Mit einem Festakt und Großem Zapfenstreich verabschiedete sich Niederkrüchten von Hans-Rudolf Mooren. Der 60-Jährige hatte ein Viertel seines Lebens in den Dienst der Feuerwehr gestellt. Nachfolger ist sein ehemaliger Vize Andre Erkens. Von Jochen Smets

Großer Bahnhof für Hans-Rudolf Mooren: An seinem 60. Geburtstag ist der Wehrführer der Gemeindefeuerwehr am Freitag mit vielen Gästen und Großem Zapfenstreich verabschiedet worden. Die Resonanz sagt viel über seine Wertschätzung aus: Kreisbrandmeister Klaus-Thomas Riedel, Delegationen aller Wehren des Kreises, der Fire Station Officer der Javelin Barracks Peter Nell, die Kommandanten der Roermonder Feuerwehr Rene van der Valk und Jan Baeten, dazu zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung waren gekommen.

Dank an geduldige Ehefrau

Die Ehre gilt einem Mann, der Feuerwehr gelebt hat. Rein statistisch hat Mooren, der 1970 als 20-Jähriger in die Elmpter Wehr eintrat, ein Viertel seines Lebens in den Dienst der Feuerwehr gestellt, rechnete Bürgermeister Herbert Winzen in seiner Ansprache vor. Mooren selbst erinnerte schmunzelnd daran, dass beim privaten Hausbau Mitte der 70er Jahre manches Mal der Mörtel im Kübel trocknete, weil der Bauherr zur Waldbrandbekämpfung ausrücken musste. Nicht nur deshalb dankte Mooren insbesondere seiner Ehefrau Doris für viel Geduld und Verständnis. Verlässlichkeit, Gradlinigkeit und Zielstrebigkeit seien Moorens herausragende Charaktereigenschaften, so Winzen. Als Wehrführer - das Amt übernahm er am 8. Mai 2002 - war Mooren maßgeblich beteiligt an der Erstellung eines Brandschutzbedarfsplans für die Gemeinde, an der Vereinbarung über grenzüberschreitende Nachbarschaftshilfe mit der Gemeinde Roermond sowie an der Einstellung eines hauptamtlichen Gerätewarts für die Gemeindewehr.

Kreisbrandmeister Riedel würdigte Mooren als vorbildliche Führungskraft. "Rudi Mooren war nie ein Schaulümmel, sondern ein geduldiger und verlässlicher Arbeiter", so Riedel. Dazu passt, dass der Geehrte, der nun aus dem aktiven Dienst in die Ehrenabteilung wechselt, bei der Feier wenig Aufhebens um sich selbst machte. Stattdessen mahnte er die Feuerwehr, angesichts der demografischen Entwicklung neue Wege in der Nachwuchsgewinnung und -förderung zu gehen. Mooren erinnerte an große und gefährliche Einsätze wie die Großbrände der Walderhalle, der Firmen Mankau und Fardem oder im Brüggener Wald. Froh sei er, "dass bei Einsätzen in meiner Verantwortung niemand ernsthaft zu Schaden gekommen ist". Daher wünschte Mooren seinem Nachfolger Andre Erkens und dem neuen Vize-Wehrführer Jens Claßen eine glückliche Hand. Höhepunkt der Feier war der Zug zum Park von Haus Elmpt, wo sich alle Feuerwehrleute, Rotkreuzler und Ehrengäste im Karree vor der stimmungsvollen Kulisse des alten Kastells aufstellten. Das Trommlerkorps Overhetfeld und die Schwalmtalmusikanten spielten den Großen Zapfenstreich und sorgten für bewegende Momente.

Quelle: RP
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