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Viersen
Mundharmonika als Drama Queen

Viersen. Viersen Dass Jazz jung und quicklebendig ist oder sein kann, bewiesen Mundharmonikaspieler Konstantin Reinfeld und seine Band mit einem überzeugenden Auftritt im Süchtelner Weberhaus. Ausdrucksstark, leidenschaftlich, virtuos und mit ganz viel Groove ging das Quartett zur Sache. Pianist Christoph Spangenberg entlockte dem Flügel mal lyrisch-zarte, mal rhythmisch-treibende Phrasierungen. Drummer Hajo Schüler erwies sich als Hexenmeister. Sein schelmisches Lächeln korrespondierte mit ansteckender Spielfreude, wenn er das musikalische Geschehen mit ebenso knackigen wie staubtrockenen Pulsschlägen strukturierte.

Als Fels in der wild wogenden Fusion-Brandung legte Bassmann Konrad Herbolzheimer das Fundament für eindrucksvolle Klanggebäude. So entstand Raum für verblüffend variable Stimmungen von Konstantin Reinfeld mit seiner Mundharmonika. Von feurigen Latin-Grooves über arabisch angehauchte Klänge und Reggae-Rhythmen bis hin zu Balladen zogen Reinfeld und Kollegen alle Register. So viel Drama in einem Instrument, das in zwei Fäusten verschwindet - beeindruckend. dmai

Quelle: RP
 
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