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Viersen
Muziek Biennale bringt Zukunftsmusik

Viersen: Muziek Biennale bringt Zukunftsmusik
Werke aus Moritz Eggerts Reihe "Hämmerklavier" präsentiert Dorrit Bauerecker a auf dem Tho-Rieth-Hof in Viersen. Sie verspricht, mit ihrem Programm auf Klavier, Akkordeon und Toypiano die Zuhörer auch zum Lachen zu bringen. FOTO: Jung
Viersen. Das grenzüberschreitende Festival bietet vom 3. September bis zum 20. Oktober mehr als 60 Konzerte an 29 Orten, auch in Viersen Von Birgitta Ronge

Für dieses und das kommende Jahr steht in der Villa V an der Viersener Burgstraße alles unter dem Thema Zukunft. Das Thema hat Gerda-Marie Voß, Inhaberin der von dem Architekten Bernhard Pfau entworfenen einstigen Kaiser's-Villa, für die von ihr dort organisierten Kulturveranstaltungen so festgelegt. Pfaus Architektur war wegweisend. Ebenso auf die Zukunft ausgerichtet war in den 1970er-Jahren die Musik, die junge Menschen mit Synthesizern machten.

"International wurde das als Krautrock diffamiert", erinnert sich Harald Grosskopf. Der Klangkünstler wird am Sonntag, 18. September, in der Villa V den Raum mit dem Klang verbinden. In den Siebzigern habe man rebellieren wollen gegen die Eltern, Musik mit Synthesizern gemacht, schon damals stellten Emotionalität und Improvisation wichtige Elemente dar. Emotionalität und Improvisation gehören heute noch dazu, wenn Grosskopf und sein Klangkünstler-Kollege Andreas Kolinski gemeinsam Sound-Visionen schaffen, die immer wieder neu sind. Auch das Sehen spielt eine Rolle: Via 3D-Mapping entstehen Bilder und Filme, die mit dem Computer verbunden sind und sich so parallel zur Musik bewegen.

"Back to the future" heißt die Veranstaltung in der Villa V, die Voß im Rahmen der Muziek Biennale Niederrhein einlädt. Zum fünften Mal locken auf beiden Seiten der Grenze zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, diesmal unter dem Thema "morgen". Vom 3. September bis 20. Oktober werden an 29 Orten mehr als 60 Konzerte geboten. Die Veranstaltung "Back to the future" kombiniert die Soundvisionen in der Villa V mit einer Fahrradtour, die zu Arbeiten des Künstlers Georg Ettl führt, entlang der Niers zur Clörather Mühle, wo es einen Imbiss gibt, der den "Geschmack der Zukunft" birgt.

Auf dem Tho-Rieth-Hof der Familie Breidenbach präsentiert Dorrit Bauerecker am Freitag, 7. Oktober, ihr Programm "onemanband". Das ist der Titel eines Werkes des Komponisten Moritz Eggert. Werke seiner Reihe "Hämmerklavier" stehen im Mittelpunkt des Programms, das die Musikerin in der großen Halle des Anwesens vorstellt. Auf Klavier, Akkordeon, Toypiano und weiteren Instrumenten - darunter auch Quietschspielzeug - verbindet sie zeitgenössische Musik mit Elementen des Unterhaltungsgenres. Neue Kompositionen für Akkordeon von Oxana Omelchuk und Niklas Seidel sind ebenfalls zu hören.

In der evangelischen Hofkirche in Süchteln ist am Sonntag, 4. September, das Gitarrenquartett Rheinsaiten zu Gast - vier junge Musiker, die bei Wettbewerben und Meisterkursen auf sich aufmerksam machten. Das Muziek-Biennale-Thema "morgen" spiegelt sich in einem jungen Ensemble, von dem in Zukunft noch einiges zu erwarten ist, und im Programm: Zeitgenössische Kompositionen von Frederico Moreno-Toroba und Buck Wolters thematisieren den Morgen - präsentiert im Kerzen- und Fackelschein.

Quelle: RP
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