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Viersen
Nach Brand an Grundschule: Ganztagsbetreuung gesichert

Viersen: Nach Brand an Grundschule: Ganztagsbetreuung gesichert
Der Anbau der Paul-Weyers-Schule ist in der Nacht zu Freitag ausgebrannt. Zwei junge Dülkener gestanden, das Feuer verursacht zu haben. FOTO: Jörg Knappe
Viersen. Das OGS-Gebäude der Paul-Weyers-Schule ist nicht mehr nutzbar. Die Kinder werden ab August über der Turnhalle und in einem Container betreut

Ob der ausgebrannte Anbau der Paul-Weyers-Schule in Dülken saniert oder abgerissen wird, ist noch unklar. "Das liegt in den Händen der Versicherungsgesellschaft", sagt Stadtsprecher Frank Schliffke. Sicher ist: In den Räumen, die als offene Ganztagsschule (OGS) genutzt wurden, können vorerst keine Kinder Hausaufgaben machen, spielen oder mittags essen. Dennoch: "Das Angebot der OGS ist in vollem Umfang gesichert", betont Schliffke. Ab dem ersten Schultag, 30. August, würden alle 54 angemeldeten Kinder betreut. "Dazu werden ein Raum über der Turnhalle und ein Container genutzt, der kurzfristig aufgestellt werden soll." In dem Container seien eine Küchenzeile und ein Aufenthaltsraum untergebracht.

In der Nacht zum vergangenen Freitag waren zwei Müllcontainer auf dem Gelände der städtisch-katholischen Grundschule an der Straße Mühlenberg in Brand gesetzt worden. Einen der Container schoben die Täter unter ein Vordach des Nebengebäudes. Es fing Feuer und brannte bis auf die Mauern aus. 30 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Ein 16 und ein 19 Jahre alter Dülkener gestanden, den Brand verursacht zu haben. Die Polizei nahm die mutmaßlichen Täter vorläufig fest. Mittlerweile sind sie wieder frei, weil keine Fluchtgefahr bestehe, begründet ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach.

Zur genauen Schadenshöhe könne die Stadt Viersen keine Angaben machen, sagt Schliffke. Gespräche der Stadt mit der Schulleitung und der Versicherungsgesellschaft hätten ergeben, dass der OGS-Betrieb gesichert sei. "Die Versicherung wird dabei nicht nur die Kosten für die Wiederherstellung des OGS-Gebäudes, sondern auch für die vorübergehenden Ersatzmaßnahmen im OGS-Bereich tragen." Sie übernehme zudem die Kosten für Inventar, das ersetzt werden muss. Unmittelbar benötigtes Material wie Spiele werde kurzfristig neu beschafft.

Sollte der Container mit Küchenzeile nicht rechtzeitig im August da sein, seien Betreuung und Essensversorgung dennoch gesichert, sagt Paul Schrömbges, Erster Beigeordneter und Schuldezernent. Dann würden Klassenräume genutzt, der Caterer liefere servierfertige Mahlzeiten an. Auf das Ferienangebot der OGS wirkt sich der Brand nicht aus: Die Kinder werden wie geplant an der Grundschule Dammstraße betreut. Beide Schulstandorte wechseln sich jährlich ab.

(naf)
 
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