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Viersen
Nach Zwangspause wird heute wieder gebaggert

Viersen: Nach Zwangspause wird heute wieder gebaggert
FOTO: Franz-Heinrich Busch
Viersen. Einen Monat ruhte die Modernisierung des Fußballplatzes in Boisheim. Weil durch einen Ratsbeschluss mehr Geld im Spiel ist, soll es heute weitergehen. Die drei anderen Projekte wurden konkretisiert Von David Beineke

Nach der Entscheidung des Stadtrates in der vorvergangenen Woche kommt nun wieder Fahrt in die aktuellen Sportplatz-Modernisierungsprojekte in Viersen. Der Rat war der Empfehlung des Sportausschusses gefolgt, die Sportpauschale des Landes in Höhe von jährlich 200.000 Euro bis ins Jahr 2023 zu verplanen, um den betroffenen Vereinen (TSV Boisheim, Dülkener FC, 1. FC Viersen, LG Viersen) angesichts von überall gestiegenen Projektkosten eine breitere finanzielle Basis zu verschaffen. Gleichzeitig wurde der Eigenanteil der Klubs aber auch von 20 auf 25 Prozent erhöht.

Diese Mehrkosten bereiten den Boisheimern, bei denen für die Umwandlung des Aschenplatzes in einen Allwetterrasenplatz ein Gesamtvolumen von 235.500 Euro veranschlagt wird, zwar große Kopfschmerzen, aber die Erleichterung überwiegt. Denn dass sich kurz vor der Sportausschusssitzung am 25. Oktober herausgestellt hatte, dass Probleme mit dem Boden die Kosten um rund 50.000 Euro in die Höhe treiben, führte zu einem Stopp der bereits angelaufenen Arbeiten. Seitdem stehen die Bagger ungenutzt auf der Anlage. Jetzt, wo klar ist, dass mehr Geld im Spiel ist, tut sich aber etwas. "Das Grünflächenamt hat mir mitgeteilt, dass ein neuer Auftrag für die Firma aus Bielefeld erteilt wurde. Am Montag geht's weiter", sagte Rainer Thielmann, 2. Vorsitzender des TSV. Er hofft, dass im April/Mai nächsten Jahres auf dem neuen Geläuf gespielt werden kann. Was den erhöhten Eigenanteil anbelangt, will sich der TSV-Vorstand am Mittwoch beraten. "Wir müssen das irgendwie hinbekommen", betonte Thielmann.

Nach der Entscheidung im Rat sieht auch der Dülkener FC der Zukunft gelassener entgegen. Im Stadtgarten waren die Kosten für einen neuen Hybridrasen wegen der zwingend nötigen Modernisierung der Bewässerungsanlage um 60.000 auf 410.000 Euro gestiegen. Im Gegensatz zu Boisheim ist der DFC Bauherr, wenn ein Nutzungsvertrag mit der Stadt festgezurrt ist, sollen Ende November die Gewerke ausgeschrieben werden. "Wir rechnen damit, dass es dann Ende Februar, Anfang März losgehen kann", sagte DFC-Projektleiter Olaf Gründer. Was den gestiegenen Eigenanteil anbelangt, sei der Verein in vielversprechenden Gesprächen mit Sponsoren.

In den Planungen des 1. FC Viersen ist der von 66.000 auf 75.000 Euro gestiegene Eigenanteil am neuen Kunstrasen hinter der Tribüne am Hohen Busch nicht das große Problem. Wenn in einem Gespräch mit der Stadt die letzten Details geklärt werden, soll der Auftrag vergeben werden. "Baustart soll Anfang Februar sein, Ende April könnte der Kunstrasen schon fertig sein", sagte Vorsitzender Michael Berghausen. Größere Sorgen bereitet ihm und seinen Mitstreitern von der LG Viersen da schon das deutlich umfangreichere Stadionprojekt. Den nach aktuellen Prognosen fallen für eine Kunststofflaufbahn und einen neuen Rasenplatz rund 950.000 Euro an, wobei die neue 25-Prozent-Klausel den Eigenanteil auf 235.000 Euro erhöht. "Wir wollen jetzt noch mal genau rechnen, ob die Gesamtkosten realistisch sind und dann mit der Stadt genau klären, wie die Finanzierung aus der Sportpauschale läuft", erklärte Berghausen. Er möchte am liebsten schon im Juli/August 2017 mit der Stadionsanierung beginnen, um 2018 fertig zu sein. "Die Diskussionen laufen jetzt schon seit Jahren. Wir sind froh, dass wir durch die Entscheidung im Rat jetzt Klarheit für unsere Ausrichtung haben", betonte Michael Berghausen.

Quelle: RP
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