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Schwalmtal
Nagellackentferner-Attacke: Ermittler glauben an Vorsatz

Schwalmtal. Eine Schwalmtalerin soll ihren Freund mit Nagellackentferner übergossen und angezündet haben Von Heike Ahlen

Die Ermittlungen im Fall der Nagellackentferner-Attacke in Waldniel am Freitagabend dauern weiter an. Es bestehe der Verdacht einer gefährlichen Körperverletzung, teilte die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach auf Anfrage unserer Redaktion mit. Zwischenzeitlich hat die Polizei auch das Opfer vernehmen können, das sich zurzeit schwer verletzt in einer Klinik aufhält.

Eine 46-jährige Schwalmtalerin soll am Freitagnachmittag in ihrer Wohnung ihren 46-jährigen Freund aus Geilenkirchen mit Nagellackentferner übergossen und mit einem Feuerzeug angezündet haben. Der Mann erlitt schwere Brandverletzungen und wurde mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht.

Nachbarn hatten am Freitagnachmittag Erste Hilfe geleistet, als sich der Mann mit bloßem Oberkörper und Verbrennungen durch das Treppenhaus bis auf die Straße geschleppt hatte und um Hilfe rief. Nachbarn berichten von häufigeren Auseinandersetzungen des Paares, auch von regelmäßigen Trennungen und Versöhnungen.

Wie genau der Tatvorwurf nach Abschluss der Ermittlungen aussehen wird, konnte Staatsanwalt Stefan Lingens gestern noch nicht sagen, weil wichtige Informationen noch nicht vorlägen. Die weiteren Befragungen und Untersuchungen müssten noch viel klären, erklärte der Staatsanwalt. Hintergrund: In ihren Vernehmungen haben die Schwalmtalerin und ihr Freund widersprüchliche Aussagen zum Tathergang gemacht. Aktuell gehen die Ermittler davon aus, dass die 46-Jährige vorsätzlich handelte. Staatsanwalt Lingens betonte gestern: "Schlussendlich ist eine Bandbreite von einer fahrlässigen Körperverletzung oder Notwehr-Situation bis hin zu einem versuchten Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen."

Quelle: RP
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