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Niederkrüchten
Neue Chance für Schulen

Niederkrüchten: Neue Chance für Schulen
Die Zukunft der Realschule in Niederkrüchten ist ungewiss, nun soll kräftig um Schüler geworben werden. FOTO: RPO
Niederkrüchten. Die Realschule und die Hauptschule in Niederkrüchten bekommen eine neue Chance: Wenn 2011 ausreichend Anmeldungen vorliegen, können beide Schulen eigenständig weitermachen. Wenn nicht, kommt es zur Schließung. Von Jochen Smets

Der 1. April 2011 ist der Stichtag, an dem sich die Zukunft des Schulstandorts Niederkrüchten entscheidet. Wenn die Realschule dann 56 Anmeldungen (zwei Eingangsklassen) vorweisen kann, ist ihre Zukunft zunächst gesichert. Für die Hauptschule (Frist ist hier der 15. Februar) liegt die Messlatte bei 18 Anmeldungen (eine Eingangsklasse).

Das Anmeldeverfahren startet Anfang Februar. Bürgermeister Herbert Winzen schwor den Hauptausschuss auf eine intensive Werbekampagne ein. "Wir müssen alle Anstrengungen zum Erhalt der Realschule und der Hauptschule unternehmen", so die Forderung, die sich auch im Beschluss des Ausschusses wiederfindet.

Kooperation wieder vom Tisch

Damit nimmt die Diskussion um die Niederkrüchtener Schulen eine neue Wendung. Nachdem CDU und FDP im Schulausschuss eine Gemeinschaftsschule verhindert hatten, deutete alles auf eine Kooperation im Haupt- und Realschulbereich mit der Gemeinde Schwalmtal hin.

Dieser Lösung steht die Bezirksregierung aber offenbar "sehr kritisch" gegenüber, wie Winzen in einem Gespräch am letzten Freitag erfuhr. Ob Regierungspräsidentin Anne Lütkes (Grüne) eine solche Kooperation genehmigt, sei "noch lange nicht klar", so Winzen. Er rang der Bezirksregierung ein Zugeständnis ab, das allerdings einem knallharten Ultimatum gleichkommt: Wenn Realschule und Hauptschule genügend Anmeldungen vorweisen, können sie eigenständig weiterarbeiten.

Werden die erforderlichen Anmeldezahlen aber verfehlt, kommt es zur Schließung, machte der Vertreter der Regierungspräsidentin gegenüber Winzen unmissverständlich klar. Die betroffene Schule würde dann auslaufen, das heißt dass die derzeit angemeldeten Schüler ganz normal ihren Abschluss machen können, dass aber keine neuen Schüler mehr aufgenommen werden. SPD, Grüne und CWG zeigten sich sehr skeptisch.

"Ich sehe für die Zukunft des Schulstandorts schwarz", sagte Christoph Szallies (Grüne). Mit dem "Nein" zur Gemeinschaftsschule hätten CDU und FDP eine große Chance vertan. Die von der Bezirksregierung gesetzte Frist verlängere nur das Siechtum, meinte Raimund Pörtner (CWG). Hermann Meyer (SPD) drängte die Verwaltung vehement, noch einmal alle Hebel für die Gemeinschaftsschule in Bewegung zu setzen. Doch dieser Zug ist nach dem Beschluss des Schulausschusses vom 12. November abgefahren, so Winzen.

Die Zeit bis zur Abgabe der Bewerbung am 15. Dezember reiche nicht. CDU und FDP sahen die neue Situation als Chance. Es gelte "mit aller Kraft" die Realschule und die Hauptschule zu stabilisieren, betonte Hans Mankau (FDP). "Wir Politiker sollten alle mitkämpfen", ergänzte Marion Schouren (CDU).

Quelle: RP
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