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Viersen
Neue Impulse für das Südstadt-Quartier

Viersen: Neue Impulse für das Südstadt-Quartier
An der Großen Bruchstraße 7b will Susanne Noack-Zischewski (41) ein neues Laden-Café eröffnen. Sie glaubt an das Potenzial des Stadtteils. FOTO: Busch
Viersen. Bis 2019 fließen elf Millionen Euro in die Südstadt. Davon wird etwa die Große Bruchstraße umgestaltet. Dort öffnet ein neues Laden-Café. Von Daniela Buschkamp

Susanne Noack-Zi-schewski (41) bringt Leben in ein leerstehendes Ladenlokal an der Großen Bruchstraße 7b: Sie wird das "Fachwerk: Laden & Café" am Samstag, 5. März, wiedereröffnen. Auf 63 Quadratmetern können Kreative etwa Goldschmuck, Seidentücher oder Naturkosmetik präsentieren. Dafür gibt es Mietfächer in hohen Holzregalen. "Im hinteren Bereich ist auf zwei mal 2,5 Quadratmetern Viersens kleinste Galerie und Platz für Mode", sagt Noack-Zischewski. Im vorderen Teil will sie Kaffee, italienische Schokolade und Snacks servieren. Vom Standort ist sie überzeugt: "Die Südstadt ist toll, hat kreatives Potenzial."

Dabei hat der Stadtteil eine wechselhafte Entwicklung erlebt. So war die Große Bruchstraße die unangefochtene Königin der Einkaufsstraßen. Doch die Entwicklung der Nordstadt mit Fußgängerzone und Einkaufscentern schwächte sie. Die Südstadt drohte zudem, ein Brennpunkt zu werden. "Vor zehn Jahren erkannte die Verwaltung, dass hier ein Quartier mit vielen Problemen vorhanden ist", sagt Walter Jenniches, Koordinator des Projekts "Soziale Stadt". Arbeitslosigkeit, vernachlässigte Häuser und Parks sowie leere Läden gehörten zum Bild. Bereits im Jahr 2009 hatte sich Viersen um Geld für ein "Integriertes Handlungskonzept" beworben. Unter dem Titel "Perspektive Südstadt - grün, urban, kreativ" wurde Ideen gesammelt.

Jetzt geht es für die Südstadt weiter: "Die erste Förderrunde ist beendet. Das Geld für die zweite ist bewilligt", sagt Lena Vogel, die künftige Koordinatorin. Bis 2019 gibt es elf Millionen Euro, die Stadt übernimmt 20 Prozent davon. Das Geld fließt in die Umgestaltung der Großen Bruchstraße oder die der drei Südstadt-Zugänge. Allein sechs Millionen kostet die Sanierung der Anne-Frank-Gesamtschule.

Zu den früheren Maßnahmen gehörten ein Hof- und Fassadenprogramm, Events wie der "Südstadtsommer", Gestaltung von Grünflächen wie des Alten Evangelischen Friedhofs oder die Umgestaltung des Gereonplatzes. Mit dem lokalen Handel beschäftigten sich Studenten der Hochschule Niederrhein. "Wir konnten den negativen Trend an der Großen Bruchstraße stoppen", meint Jenniches. Zwar gebe es dort noch Leerstände. Doch am Gereonsplatz konnten zwei in kurzer Zeit gefüllt werden. "Die Südstadt ist ein Schmelztiegel, bekannt für Kreativität", so der Koordinator.

Darauf setzt Susanne Noack- Zischewski. Ihr "Fachwerk" soll mit Kursen ein Treffpunkt werden. Unter diesem Namen sei das Konzept bereits 2013 erfolgreich gewesen.

Quelle: RP
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