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Viersen
Neue Lerninseln für Kleingruppen

Viersen. Orte für das selbstständiges Lernen am Clara Schumann Gymnasium in Dülken.

Wie gut das Clara Schumann Gymnasium in Dülken das Sponsoring der Sparkassenstiftung angelegt hat, davon konnten sich jetzt Stefan Fander, Vorstandsmitglied der Sparkassenstiftung, und Kuratoriumsvorsitzender Fritz Meies, selber überzeugen. Sie waren zu Gast, als das Gymnasium die neuen Lerninseln nutzte, von denen jetzt erstmalig vier Stück angeschafft werden konnten. Dazu sind acht weitere Mikro-Lerninseln realisiert worden. Schon lange wünschten sich die Schule solche Orte für das selbstständige Lernen. "Wir praktizieren einen schülerorientierten Unterricht nach den Methoden des wechselseitigen Lehrens und Lernens, der sogenannten WELL Methode von Professor Diethelm Wahl. Mit den Lerninseln können wir unser pädagogisches Konzept weiter fördern", berichtete Schulleiter Gunter Fischer.

Wahl, der Professor für Lernpsychologie und Unterrichtsforschung ist, begrüßt Lerninseln für das effektivere Lernen. So können währende des Unterrichtes Schüler die Klasse verlassen und in Kleingruppen selbstständig Themen erarbeiten. Doch einfach im Flur- und Foyerbereich Tische und Stühle aufzubauen ist aus brandschutztechnischen Auflagen nicht möglich. Die Thematik Fluchtwege und brennbares Material auf den Fluren verbietet es. Dank der aktuellen Spende in Höhe von 10 400 Euro war es nun möglich, maßgearbeitete Sitzmöbel anzuschaffen, die genau an die Gegebenheiten angepasst wurden.

Es handelt sich bei den vier Lerninseln für je maximal acht Personen um feststehende, schwer entflammbare Tisch-Bank-Kombinationen, wobei die Materialien Stahl und eine speziell bearbeitete Holzsorte zum Einsatz kommen. Zwei der Lerninseln stehen jetzt vor den naturwissenschaftlichen Räumen und zwei im Foyerbereich des Lehrerzimmers. Die acht Mikrolerninseln hingegen wurden vor den Klassenräumen der unteren Jahrgänge in die dort vorhandenen Nischen integriert. Hier sind es allerdings lediglich Bänke.

Die gute Annahme des neuen Angebotes seitens der Schüler erlebten Fander und Meies nun vor Ort. "Bildungsoffensive und Nachwuchsförderung sind uns eine Herzensangelegenheit, daher waren wir beim Projekt sofort dabei. Lerninseln schaffen eine neue Lernatmosphäre", betonte Fander. Meies, der selber als Pädagoge tätig war, zeigte sich über die Möglichkeiten, die die Lerninseln mit sich bringen, ebenfalls begeistert. "Neben der Nutzung im Unterricht stellen sie in den Pausen auch ein Kommunikationszentrum da", hob Fischer hervor, der der Sparkassenstiftung nochmals seinen Dank aussprach. Ziel des Gymnasiums ist es, vier weitere Lerninseln sowie nochmals acht Mikrolerninseln zu installieren, damit das gesamte Schulgebäude als Lernraum wahrgenommen wird und dies nicht nur den Klassenzimmern vorbehalten bleibt.

(tre)
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