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Schwalmtal
Neue Pläne für Schlossbräu-Fläche

Schwalmtal: Neue Pläne für Schlossbräu-Fläche
Das alte Schlossbrauerei-Gelände liegt an der Ecke Lüttelforster und Roermonder Straße. FOTO: Busch
Schwalmtal. Ein Lebensmittelmarkt, ein Drogeriemarkt, Metzgerei und Backshop sollen auf dem Gelände in Waldniel Platz finden. An die Brauerei erinnert der Gambrinus-Brunnen Von Birgitta Ronge

2011 kam der Bagger und machte den Sudturm der alten Schlossbrauerei in Waldniel dem Erdboden gleich. Seitdem liegt die Fläche brach. Nichts erinnert mehr an die Brauerei, die im Laufe ihrer 110-jährigen Firmengeschichte zeitweise zu den größten am Niederrhein gehörte. Doch gibt es Pläne, wie sich die Fläche künftig entwickeln könnte. Endet der Mietvertrag mit Lidl, könnten die bestehenden Gebäude abgerissen und neue errichtet werden.

Ein Lebensmittelmarkt, ein Drogeriemarkt, ein Backshop und eine kleine Metzgerei sollen auf dem Gelände ebenso einen Platz finden wie der Gambrinus-Brunnen, der einst an der Brauerei stand. Er soll ein Treffpunkt werden. Bei Festen floss früher nicht Wasser, sondern Bier aus dem Brunnen.

Um den Bau in die Wege zu leiten, muss zunächst der Flächennutzungsplan geändert werden. Außerdem muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Entwürfe für diese Planvorhaben stellte Antje Ehlert vom Planungsbüro Faltin und Sattlerer aus Düsseldorf in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses vor. Einstimmig votierten die Ausschussmitglieder dafür, die Öffentlichkeit, Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange an der Aufstellung der Pläne zu beteiligen. Stimmt der Gemeinderat in seiner Sitzung am 28. Juni ebenfalls zu, können die Pläne ausgelegt werden.

Vorgesehen ist eine maximale Verkaufsfläche von 1710 Quadratmeter. 1000 Quadratmeter davon entfallen auf den Lebensmittelmarkt, 600 Quadratmeter auf den Drogeriemarkt, 110 Quadratmeter auf Backshop und Metzgerei. Eine konkrete Planung ist das noch nicht, erklärte Ehlert im Ausschuss, bislang werden Entwürfe erarbeitet. Die Traufhöhe der Gebäude darf höchstens sechseinhalb Meter betragen, Werbeanlagen wie Pylone dürfen nicht höher als sechs Meter sein. Am Rand sollen Bäume und Sträucher gepflanzt werden, die Nachtanlieferung zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens ist verboten. In der Planung werde auch berücksichtigt, dass Lkw auf dem Gelände zurückfahren könnten, um nicht etwa Nachbargrundstücke anzufahren, erläuterte die Planerin.

Mitglieder des Planungsausschusses überlegten, wie hoch die Gebäude wohl wirken würden, wenn man sie auf dem jetzt zugewachsenen Hügel errichten würde, auf dem einst die Schlossbrauerei stand. Stephan Joebges (Grüne) wollte wissen, warum man das Gelände nicht einfach abtrage? Planungsamtsleiter Bernd Gather verwies darauf, dass der Kreisverkehr tiefer liege, und man bei der Berechnung der Gebäudehöhe eben von der Geländehöhe der Schlossbrauerei-Fläche ausgehe und nicht vom Straßenniveau. Auch mit Blick auf starken Regen, so meinte Joebges hingegen, sei es aus seiner Sicht nicht notwendig, dass de Bau so hoch liege. Grünen-Fraktionschef Jürgen Heinen schließlich erinnerte daran, dass man doch sicher im weiteren Verfahren ein Höhenprofil bekommen werde, um sich der Sache noch einmal anzunehmen.

Im weiteren Verfahren wird auch zu klären sein, ob die Fläche so einfach bebaut werden kann. Denn die Reste des abgebrochenen Sudturms liegen noch dort - im Keller der einstigen Brauerei.

Quelle: RP
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