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Niederkrüchten
Neue Restposten-Filiale

Niederkrüchten: Neue Restposten-Filiale
Centershop (hier die Filiale in Hückelhoven) will sich jetzt auch in Elmpt ansiedeln. Eine Änderung des Bebauungsplans soll die Gewerbeansiedlung ermöglichen. FOTO: Laaser
Niederkrüchten. Die Discount-Kette Centershop will eine neue Filiale in Elmpt eröffnen. Es wäre die Wiederbelebung des leer stehenden Plus-Gebäudes an der Hauptstraße. Der Planungsausschuss beschloss dazu eine Planänderung. Von Jochen Smets

Gähnende Leere herrscht seit knapp drei Jahren im ehemaligen Plus-Markt an der Hauptstraße. Im Zuge des Plus-Neubaus (heute Netto) im rückwärtigen Teil des Grundstücks hatte Investor Josef Schoofs, Geschäftsführer der Schoofs Immobilien GmbH aus Kevelaer, die Ansiedlung eines Getränkemarkts im frei gewordenen Altbau angekündigt. Passiert ist jedoch nichts. Doch nun soll sich etwas tun: In der leerstehenden, rund 570 Quadratmeter großen Gewerbeimmobilie will die Discounterkette Centershop im Februar 2012 eine neue Filiale eröffnen.

Acht bis zehn Arbeitsplätze

Centershop kauft Restposten, Überproduktionen und Insolvenzware billig auf, um sie dann günstig weiterzuverkaufen. Das Konzept ist so erfolgreich, dass das Unternehmen inzwischen 39 Filialen betreibt – vorwiegend im Rheinland und im Ruhrgebiet. Centershop beschäftigt nach eigenen Angaben rund 400 Mitarbeiter. In Elmpt sollen acht bis zehn Arbeitsplätze entstehen (zwei Vollzeit, vier Teilzeit, zwei bis vier geringfügig Beschäftigte). Das Sortiment ist kunterbunt.

Bei Centershop gibt es nahezu alles: zum Beispiel Blumenerde und Frischblumen, Gartenzubehör und Frischgemüse, Auto-/Fahrradzubehör und Werkzeuge, Bastelbedarf und Geschenkartikel, Haushaltswaren und Drogerieartikel, Heimtextilien und Schmuck, Schreibwaren und Elektroartikel.

Um die Gewerbeansiedlung möglich zu machen, muss der Bebauungsplan geändert werden, da die Angebotspalette von Centershop nicht den Festsetzungen entspricht und damit nicht genehmigungsfähig wäre. Der Planungsausschuss beschloss darum eine so genannte Teilaufhebung des Bebauungsplans. Volker Krüger (Grüne) hatte dabei Bauchschmerzen. Er sei einerseits froh, dass der alte Plus-Markt wiederbelebt werde und Arbeitsplätze geschaffen würden.

Andererseits fürchtet Krüger, dass angesichts des breiten Sortiments von Centershop und der Discount-Preise Einzelhändler im Ort bedroht werden. Jörg Lachmann (CWG) und Andreas Krämer (SPD) verwiesen hingegen darauf, es sei nicht Aufgabe der Kommunalpolitik, Unternehmen vor Konkurrenz zu schützen. "Der Markt ist offen", so Krämer. Die Einschränkungen, die beim Neubau des Netto-Marktes vertraglich festgelegt wurden, sollen in gleicher Form für die Centershop-Filiale gelten. Dies stellte Bürgermeister Winzen auf Nachfrage von Jörg Stoltze (SPD) klar.

In der Abstimmung blieb es bei einer Gegenstimme (Krüger) und einer Enthaltung (Anja Degenhardt) von den Grünen. Alle anderen Parteien stimmten für die Änderung des Bebauungsplans und damit für die Ansiedlung der Centershop-Filiale.

(RP/rl)
 
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