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Brüggen
Neues Bad für Brüggen am Ende günstiger?

Brüggen. Das Thema Schwimmbäder beschäftigt den Rat der Gemeinde Brüggen immer wieder. Aktuell hat die FDP in der jüngsten Sitzung den Antrag gestellt, eine Fachfirma solle eine erste grobe Kostenschätzung für den Neubau eines großen Schwimmbades abgeben - inklusive der zu erwartenden Betriebskosten. Zudem soll die Verwaltung eruieren, welche Einnahmen durch den Verkauf der Grundstücke am Schwimmbad Brüggen samt der Fläche, auf dem sich aktuell das Schwimmbad befindet, erzielt werden könnten. Um zu prüfen, ob es überhaupt Grundstücke zwischen Brüggen und Bracht gibt, soll die Verwaltung Vorschläge unterbreiten, wo ein neues Schwimmbad gebaut werden könnte. Von Birgit Sroka

"Heute Abend soll nicht der Sinn eines Neubaus diskutiert werden. Wir möchten nur den Auftrag erhalten, dass wir uns federführend um Informationen kümmern", argumentierte Andreas Bist (FDP) in der Ratssitzung. Bürgermeister Frank Gellen bedauerte: "Wir sind noch nicht so weit." Immer noch fehlen Zahlen aus dem Zehn-Punkte-Plan zur Zukunft der Bäder, der erst abgearbeitet werden muss, die Ergebnisse der Kostenermittlung müsse man abwarten. Die Verwaltung wollte den Punkt darum lieber in der nächsten Betriebsausschusssitzung weiter diskutieren. Falls ein Betreiben der Bäder aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nicht mehr gewährleistet werden könne, wurde empfohlen, bereits vorab Prüfungen anzustellen, wie eine Bedarfsdeckung von Schwimmbadkapazitäten aussehen könnte. Die Verwaltung möchte auch Möglichkeiten einer interkommunalen Zusammenarbeit prüfen. Bist drängte darauf, eine Entscheidung zu fällen, da das Problem ansonsten immer weiter ins Jahr geschoben werde.

Im nichtöffentlichen Teil der Betriebsausschusssitzung vom 8. Juni 2015 hatten die Grünen bereits einen Antrag zu einer interkommunalen Bädergesellschaft gestellt. Passiert ist seit dem nicht viel. "Nicht jeder beauftragte Fachmann hat gute Arbeit geleistet", musste Bürgermeister Frank Gellen feststellen. Das hat Zeit gekostet. Die Gemeinde hat ein Angebot zu einer technischen Beurteilung vorliegen, welches pro Bad 20.000 bis 25.000 Euro kosten würde.

Willi Michels (CDU) hätte gerne vom Kämmerer Oliver Mankowski eine Aussage, ob ein neues Bad finanzierbar ist. Der erinnerte an das jährliche Defizit von rund 2,5 Millionen Euro durch die Bäder. Michels befürchtet, dass auch ein neues Bad defizitär arbeiten würde. Die Frage des Ausschusses an die Verwaltung lautete: Welche Investition sei nötig, um ein Brüggener Bad auf modernen Standard zu bringen?

Bauverwaltungsleiter Dieter Dresen befürwortet eine Kostengegenüberstellung: Was würde der Abriss und die Veräußerung des Brüggener Bades und des Grundstückes bringen? Wie teuer wären Instandhaltung und Betrieb des Bades? Mit großer Mehrheit stimmte der Rat zu, dass nicht die nächste Betriebsausschusssitzung abgewartet wird, sondern verwaltungsintern zeitnah eine Kosten- und Einnahmenschätzung abgegeben wird. Gottfried Optenplatz (SPD) warnte davor, den Eindruck zu vermitteln, dass Brüggen ein neues Bad bekäme.

Quelle: RP
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