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Brüggen
Neues Brachter Pfarrheim soll Mitte 2018 fertig sein

Brüggen. Die Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt möchte in Bracht ein neues Pfarrheim bauen. Es soll an der Ostseite des Bischof-Dingelstad-Platzes errichtet werden - dort, wo heute noch eine Mauer den Platz vom Gelände rund um das alte Pfarrhaus trennt. Damit das Pfarrheim gebaut werden kann, müssen der Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan geändert werden. Der Entwurf des Bebauungsplans ist bis Montag, 10. Oktober, im Bauamt im Brüggener Rathaus einzusehen, dort können Bürger auch Anregungen und Bedenken zur Planung einbringen. An der Planung hatte es einige Kritik gegeben. Doch zu einer Informationsveranstaltung am Mittwochabend kamen nur wenige Besucher, und beim Bauamt gab bislang kein einziger Bürger eine Stellungnahme ab, sagte Bauamtsleiter Dieter Dresen.

Zur Veranstaltung hatte die Interessengemeinschaft (IG) "Unser Bracht" eingeladen, um Vertretern der Kirche, Architekt Gregor Dewey und Bauamtsleiter Dresen die Gelegenheit zu geben, das Vorhaben noch einmal darzustellen. Kritisiert worden war unter anderem, dass sich in der Planung nicht die Ideen finden, die Brachter für die Dorfinnenentwicklungsplanung gesammelt hatten. Unter anderem hatten sie sich Spielgeräte für den Platz, eine parkähnliche Gestaltung, eine Öffnung des Platzes durch Abriss der Mauer und einen optischen Verweis auf den früheren Wassergraben rund um das alte Pfarrhaus gewünscht. Doch die Gestaltung des Platzes ist nicht Sache des Bebauungsplanverfahrens, wie Dresen erklärte. Während sich Architekt Dewey jetzt um die Planung fürs Pfarrheim kümmert, wird sich ein Landschaftsplaner mit der Planung des Platzes befassen. Dem Landschaftsplaner, so erläuterte Dietmar Brockes für die IG, könnten Brachter dann noch ihre Ideen vorstellen.

Dewey stellte dar, warum er das Pfarrheim an der Ostseite des Platzes plant. Er musste sich an Vorgaben halten: So darf das neue Pfarrheim nicht ans Pfarrhaus angebaut werden - zum einen, weil das Pfarrhaus unter Denkmalschutz steht, zum anderen, weil das Bistum verlangt, dass die Gebäude getrennt stehen. Die alte Scheune hinter dem Marktjournal abzureißen, dort das neue Pfarrheim zu bauen und an anderer Stelle eine neue Lagerhalle zu errichten, kam für die Kirche aus Geldmangel nicht in Frage.

Bauamtsleiter Dresen machte deutlich, dass die jetzige Planung "nur ein erster Aufschlag" sei. Über die Stellungnahmen, die auch Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange abgeben, entscheidet noch der Rat. Der Satzungsbeschluss soll im Frühjahr erfolgen. Dann kann gebaut werden. Mitte 2018 soll das Pfarrheim fertig sein.

Im Zuge der Gestaltung des Platzes wird auch die Zahl der Stellplätze Thema sein. Nach dem Entwurf nun werden wohl einige Stellplätze wegfallen. Allerdings bleibt Besuchern von Kirche, Pfarrheim oder Bürgersaal auch der Parkplatz an der Schulstraße, der Parkplatz am Westwall, Ecke Stiegstraße, oder der Weizer Platz. Es gebe genügend Stellplätze im Ort, erklärte Bürgermeister Frank Gellen (CDU): "Bracht hat kein Parkplatzproblem." Manchmal müsse man eben ein paar Meter laufen: "Wir können nicht jedem den Hintern hinterhertragen und dafür sorgen, dass er überall vor der Tür parken kann."

(biro)
 
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