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Viersen
Neuwahlen für das Presbyterium

Viersen: Neuwahlen für das Presbyterium
Die evangelische Kirche in Süchteln an der Hindenburgstraße. FOTO: Busch
Viersen. Die Wahlvorschläge können vom 13. bis 25. September 2015 eingereicht werden. Von Manfred Baum

Vier Jahre sind vergangen - in den evangelischen Kirchengemeinden im Rheinland stehen somit wieder Presbyteriumswahlen am 14. Februar 2016 an. Die Vorschläge für die Wahl müssen jedoch schon jetzt, vom 13. Bis 24. September eingereicht werden. Die Vorstellung der Kandidaten (sie müssen zwischen 18 und 74 Jahre alt sein) erfolgt in diesem Jahr, gewählt wird für einen Zeitraum von vier Jahren. Die Rheinische Post sprach mit den Pfarrern aus den drei Kirchengemeinden und zwei Presbytern, die schon lange dieses Ehrenamt ausüben. Es waren die Pfarrer Axel Stein (Süchteln), Hans Bretschneider (Viersen) und Mischa Czarnecki (Dülken), sowie die ehrenamtlichen Presbyter Henning von Bassewitz (Viersen) und Rudolf Pühler (Süchteln). Höchst erfreulich für die Pfarrer, dass in den drei Kirchengemeinden jeweils rund zwei Drittel der bisherigen Presbyter ihre Zusage gegeben haben weiter zu machen. Aufgerufen zur Wahl (gewählt werden darf ab dem Alter von 14 Jahren) sind in Viersen rund 5000 evangelische Christen, 3000 in Dülken und in Süchteln.

In der evangelischen Kirchengemeinde Süchteln gibt es seit vielen Jahren die Besonderheit, dass nach dem sogenannten Kooptationsverfahren gewählt wird. Das bedeutet, dass die Presbyter durch das Presbyterium gewählt werden. Das ist historisch begründet. Wahlvorschläge können die evangelischen Christen jedoch einreichen. Neben den Mitarbeiter-Presbytern und den geborenen Mitgliedern werden in Viersen zehn Presbyter gewählt und in Dülken und Süchteln jeweils acht. Die drei Pfarrer stellten die Bedeutung der Wahl heraus, denn die Wahl ermögliche, dass "Kirche von unten nach oben" stattfinden können.

Wenn die Presbyter in den verschiedenen Kirchengemeinden gewählt sind, werden nach Ausschüsse gebildet für verschiedene Aufgaben mit sachkundige Bürger. Sowohl die Pfarrer Brettschneider, Stein und Czarnecki, wie auch die ehrenamtlichen Presbyter Henning von Bassewitz und Rudolf Püchler sprachen von einer "harmonischen und fruchtbaren Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren in den Presbyterien. Es gibt ebenso eine gute Zusammenarbeit der drei Gemeinden in der Kreisstadt Viersen. So gab es jetzt von Juni bis August eine gemeinsame Predigtreihe zum Thema "Diakonie - dem Menschen helfen" mit Kanzeltausch. Rudolf Püchler sprach von einem "guten Konsens" des Presbyteriums in Süchten und Henning von Bassewitz stellte fest: "Ich bin gerne Presbyter." Anders, als in den katholischen Pfarrgemeinden, wo vieles über das Bistum läuft, können die Presbyterien einer evangelischen Kirchengemeinde "vor Ort und direkt" sehr viel selbst entscheiden. So auch bei der Auswahl eines neuen Pfarrers, oder bei Bauvorhaben. Meist einmal im Monat tagt ein Presbyterium. Das neue Gremium soll im März 2016 in den Kirchengemeinden im Rahmen eines Gottesdienstes vorgestellt und eingeführt werden.

Quelle: RP
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