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Viersen
Nicht aufgeben und an sich selbst glauben

Viersen: Nicht aufgeben und an sich selbst glauben
Die Nordic Walker machen sich auf den Weg. Durchs Stadion geht es und hinaus in den Wald. FOTO: Busch, Franz-Heinrich sen. (bsen)
Viersen. Die diesjährige Aktion "Fit in den Frühling" endete mit der Teilnahme am 7. Lauf- und Nordic-Walking-Tag in Viersen. Dass sie es innerhalb von drei Monaten schaffen würden, so fit zu werden, hätten die meisten anfangs nicht gedacht. Von S. Nothofer und B. Ronge

Die Startnummer von Marèse Brysten-Noten ist an ihrem "Fit in den Frühling"-T-Shirt festgemacht, die Laufschuhe sind geschnürt. "Das ist das erste Mal für mich", sagt die 66-Jährige. "Ich dachte, so etwas schaffe ich nie, daher ist es ein super Erfolgserlebnis." Die Teilnehmerin der Aktion "Fit in den Frühling" von NEW Viersen und Rheinischer Post hat sich für die 7,5 Kilometer lange Nordic-Walking-Strecke entschieden und wird diese gemeinsam mit den anderen Mitgliedern ihrer Trainingsgruppe in Angriff nehmen.

Eines davon ist Angi Glomb. Die 47-Jährige ist begeistert von der Verbesserung ihrer sportlichen Leistungen durch das gemeinsame Training bei Nordic-Walking-Instructor Jürgen Houf: "Wir hatten einen tollen Trainer, der immer gut gelaunt war, uns motiviert hat und uns auf unsere Fehler aufmerksam gemacht hat." Auch ihren "inneren Schweinehund" konnte Glomb dabei ohne Mühe überwinden: "Man hat sich gefreut, die anderen zu treffen, allein schon wegen der Gruppe war man motiviert. Außerdem wusste ich, dass ich mich nach dem Training besser fühle."

Sportmediziner Dr. Michael Fritz bat die Teilnehmer vor dem Start, sich nicht zu überanstrengen. FOTO: Busch, Franz-Heinrich sen. (bsen)

Nicht im Nordic-Walking, dafür aber im Laufen hat sich Beate Müller in den letzten drei Monaten mit "Fit in den Frühling" verbessert. "Ich habe schon oft selbst versucht, laufen zu gehen, aber erst die Gruppe hat es geschafft, mich zu regelmäßigem Training zu motivieren", so die 53-Jährige. Je nach Wetterlage und Kondition will sie am Lauf- und Nordic Walking-Tag der Leichtathletik Gemeinschaft (LG) Viersen die fünf oder zehn Kilometer lange Strecke überwinden.

Auch Elke Wey und Silvia Sieben haben sich dieses Ziel gesetzt. Erwartet hätten die beiden Frauen den Erfolg vor drei Monaten nicht. "Es ist kaum zu glauben, wie schnell man sich bei regelmäßigem Training verbessert", sagt Wey.

Begleitet von Lauftrainerin Friederike Boeken laufen diese Teilnehmer des Lauf- und Nordic-Walking-Tages los. Trotz der Schwüle absolvieren die Sportler den ersten Lauf gut. FOTO: Busch

Zukünftigen Teilnehmern geben die beiden dennoch den Tipp, Geduld zu haben. "Man muss ganz langsam anfangen und sich langsam steigern", so Sieben. "Wenn es zwischendurch mal nicht mehr geht, kann man auch mal ein Stück gehen." Nicht aufgeben, an sich selbst glauben, gleichzeitig aber auch nicht zu viel erwarten, lautet also die Botschaft. "Es kommt dann einfach von selbst", sagt Wey lachend.

Für die Teilnehmer der Aktion "Fit in den Frühling" ist der Lauf- und Nordic-Walking-Tag der offizielle Abschluss der Aktion. Abschied nehmen voneinander müssen sie aber nicht: Viele haben sich in den vergangenen Wochen zugesichert, gemeinsam weiterzumachen. Vielleicht kehren sie im kommenden Jahr zum dann achten Lauf- und Nordic-Walking-Tag zurück zum Hohen Busch, denn "wir machen es mit Sicherheit noch sieben Mal", verspricht LG-Vorsitzender Elmar Orta, der die Sportler bei der siebten Auflage des Laufs im Stadion begrüßt. Mit Blick auf den sich verdunkelnden Himmel spornt Orta die Teilnehmer an: "Sie müssen heute zwangsläufig ein wenig schneller laufen oder walken, bevor Sie das Unwetter erreicht." Und sollte das Gewitter doch losbrechen, dann gelte es, den Lauf abzubrechen und unverzüglich zurückzukehren, so Orta. Sportmediziner Michael Fritz, der die Akton "Fit in den Frühling" begleitet, hält dagegen. Es sei sehr schwül, sehr drückend, kein ideales Laufwetter. Fritz bittet die Sportler, verantwortungsbewusst zu sein und sich nicht zu überanstrengen. Es komme heute nicht darauf an, besonders schnell zu sein. Fritz: "Ihr seid alle Helden, habt das alle schon bewiesen."

Neun begleitete Gruppen gibt es, zwei davon für Walker, sieben für Läufer. Strecken für Einsteiger haben die Organisatoren ebenso ausgewählt wie Strecken, die eher für geübte Sportler sind. Die kürzesten Strecken sind fünf, die längsten zehn Kilometer lang. Die Sportler drehen eine Runde durchs Stadion, bevor sie vom Publikum in den Wald verabschiedet werden.

Die angekündigten Unwettern bewahrheiten sich glücklicherweise nicht. "Es hat nur etwas getröpfelt", sagt Lauftrainerin Friederike Boeken. Jeder habe sein Programm durchziehen können und am Abend sei auf der Wiese gefeiert worden.

Quelle: RP
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