| 00.00 Uhr

Niederkrüchten
Niederkrüchten will "Big Bass" erhalten

Niederkrüchten: Niederkrüchten will "Big Bass" erhalten
Sozialpädagoge Eric Loll steuert den rollenden Jugendtreff "Big Bass" durch Schwalmtal und Niederkrüchten. FOTO: Busch Franz-Heinrich sen.
Niederkrüchten. Der Kreisjugendhilfeausschuss sprach sich dafür aus, den rollenden Jugendtreff ab 2017 zur Regeleinrichtung zu machen. Dem stimmte nun auch der Jugendausschuss in Niederkrüchten zu. Jetzt fehlt noch das Okay aus Schwalmtal Von Jochen Smets

Die Zukunft des rollenden Jugendtreffs "Big Bass" ist gesichert - fast. Nach dem Jugendhilfeausschuss des Kreises hat sich nun auch der Ausschuss für Jugend, Familien und Soziales der Gemeinde Niederkrüchten einstimmig dafür ausgesprochen, den Projektstatus des "Big Bass" zu beenden und ihn ab 2017 in eine Regeleinrichtung zu überführen.

Nun fehlt noch die Zustimmung aus Schwalmtal. Im dortigen Ausschuss für Demografie und Soziales steht das Thema am Mittwoch, 22. Juni auf der Tagesordnung. Die Bestätigung der Ausschuss-Empfehlungen durch die Gemeinderäte beider Kommunen könnte am Dienstag, 28. Juni, erfolgen - die Sitzungen finden parallel statt. Die abschließende Entscheidung liegt beim Kreistag, der seine Zustimmung an positive Voten aus Niederkrüchten und Schwalmtal geknüpft hat. Der "Big Bass" tourt bereits seit 2003 durch Schwalmtal und Niederkrüchten. Er steuert vor allem die kleineren Ortsteile an, in denen es wenig bis gar keine Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche gibt. Angelegt war das Ganze aber stets nur als Projekt, das immer wieder verlängert wurde. Bei der Zielgruppe waren und sind der Doppeldeckerbus ebenso wie Sozialpädagoge Eric Loll, der das Gefährt steuert, äußerst beliebt. Im letzten Jahr gründete sich ein Förderverein, der sich ebenfalls den Erhalt und die Unterstützung der Arbeit des "Big Bass" auf die Fahnen geschrieben hat.

An der Finanzierung - die jährlichen Betriebskosten werden auf 90.000 Euro beziffert - gibt es für die Beteiligten im Zuge der Überführung in eine Regeleinrichtung nur geringfügige Änderungen: Der Kreis Viersen übernähme künftig 56,6 Prozent der Kosten (vorher 50 Prozent). Für den Kirchengemeindeverband Brüggen-Niederkrüchten als Träger wären es 15,1 Prozent (vorher 15) und für Schwalmtal und Niederkrüchten 14,15 Prozent (vorher je 17,5). Auf die beiden Nachbargemeinden kämen damit Kosten von je 12.735 Euro zu.

2012 gab es für das "Big Bass"-Projekt eine Evaluation der Forschungsstelle für sozialraumorientierte Praxisforschung und Entwicklung (FSPE). Fazit : "Wenn ,Big Bass', dann richtig" - mit dem Hinweis darauf, dass eine zweite pädagogische Fachkraft nötig sei. Doch eine personelle Aufstockung ist angesichts der knappen Kommunalfinanzen jetzt auch mit neuem Konzept nicht drin. Stattdessen wird nun darüber nachgedacht, einen jungen Menschen zu gewinnen, der ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im "Big Bass" absolvieren möchte. Eric Loll, der die Sitzung des Niederkrüchtener Jugendausschusses verfolgte, freute sich über das einstimmige Votum aus dem Elmpter Rathaus. Er hofft, dass nun auch Schwalmtal grünes Licht gibt.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Niederkrüchten: Niederkrüchten will "Big Bass" erhalten


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.