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Kreis Viersen
Notarzt zieht in diesem Jahr um

Kreis Viersen. In die Pläne zum Neubau einer Rettungswache in Niederkrüchten-Heyen ist Bewegung gekommen: Ein Grundstück ist gefunden, die GWG Kreis Viersen soll die Dependance bauen. Der Notarzt kann noch in diesem Jahr hier einziehen. Von Gabi Laue

Die Verhandlungen über ein geeignetes Grundstück für die Rettungswachen-Zweigstelle in Heyen sind erfolgreich abgeschlossen. Der Niederkrüchtener Bürgermeister Herbert Winzen bestätigte gestern auf Anfrage, dass ein Kaufvertrag kurz vor der Unterzeichnung steht. Die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (GWG) Kreis Viersen soll die neue Filiale für einen Notarzt und den neuen Wagen 6-83-2 bauen. In unmittelbarer Nähe der Kreuzung, auf dem Acker rund hundert Meter entfernt in Richtung Brüggen, wird der Neubau errichtet. "Wir sind zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr das neue Gebäude beziehen können", erklärte Winzen.

Ampel-Kreuzung zu gefährlich

Gegen diesen Standort habe auch die Landesstraßen-Bauverwaltung keine Einwände, so der Bürgermeister. Die alte Dorfschule, die noch im vergangenen Sommer als Domizil für den Notarzt auserkoren war, sei dagegen als problematisch angesehen worden, weil ein Rettungsfahrzeug von dort aus im Einsatz unmittelbar nach Verlassen des Gebäudes in die Ampel-Kreuzung eingefahren wäre. Am neuen Standort gebe es keinen Kreuzungsverkehr, und eine Ampelschaltung könne dort einem Einsatzwagen Grünes Licht zum Einbiegen geben.

Noch in diesem Jahr soll ein Rettungswagen von der Wache Waldniel aus starten und der zweite von Heyen ausrücken. Der Notarzt wird in der Filiale Heyen einziehen. Bis dahin wird der Rettungsdienst auch von der Feuerwache Elmpt an der Florianstraße aus agieren. Im Oktober hatte Bürgermeister Winzen hoch erfreut die Schlüssel für das nue Fahrzeug 6-83-2 entgegen genommen. So ist das Ziel der Gemeinden im Westzipfel des Kreises bereits erreicht, die Einsatzzeiten für Rettungseinsätze zu optimieren. Im Mai 2007 hatte ein Gutachten Klartext geliefert: Die Wache Schwalmtal alleine kann vor allem in der Peripherie ihres Zuständigkeitsgebietes die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von zwölf Minuten nicht sicherstellen.

Zwar habe das im März in Dienst gestellte neue Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) einen Zeitgewinn erzielt, doch das langte noch nicht. Das Gutachten der Unternehmensberatung Rinke hatte dem Kreis auch Heyen als optimalen Standort einer Dependance empfohlen: Von hier aus seien sämtliche bebauten Gebiete innerhalb von neun Minuten erreichbar. Da innerhalb einer neuen Rettungsdienst-Struktur Heyen mehr Einsätze zu fahren habe als Waldniel, sollte dort auch der Notarzt seinen Standort haben. Bis zum Umzug hat die zweiköpfige RTW-Besatzung ihr Quartier in der Elmpter Florianstraße, wo auch die Funkanlage genutzt wird.

Quelle: RP
 
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