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Brüggen
Ohne Kreisverkehr droht Brüggen das Chaos

Brüggen: Ohne Kreisverkehr droht Brüggen das Chaos
Durch die Märkte an der nördlichen Borner Straße hat der Verkehr in den vergangenen Jahren dort deutlich zugenommen. Und er wird weiter steigen, wenn die Flächen der alten Ziegelei und des heutigen Aldi bebaut werden. FOTO: Busch
Brüggen. Der Verkehr an der nördlichen Borner Straße wird weiter zunehmen. Schon jetzt gibt es dort oft Stau. Von Birgit Sroka

An der nördlichen Borner Straße in Brüggen hat der Verkehr in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Und er wird weiter zunehmen. Denn das Gelände der alten Ziegelei Laumans soll abgerissen werden, dort sind Wohnungen geplant. Auch die Fläche, auf der jetzt Aldi steht, soll bebaut werden, Aldi wird auf der gegenüberliegenden Straßenseite, hinter Rewe, neu und größer bauen.

Schon jetzt ist der Verkehrsfluss auf der Borner Straße zu Spitzenzeiten problematisch. Ob Autofahrer vom Hagenkreuzweg auf die Borner Straße abbiegen möchten oder vom Weihersfeld aus, sie haben das gleiche Problem: Zu Stoßzeiten muss man lange warten, um über die Straße zu kommen.

Am Kreisverkehr vor der Kreuzung zur B 221 gibt es oft einen Stau, weil die Ampel an der B 221 den Verkehr nicht zügig genug abfließen lässt. Fahrzeuge, die von der Boisheimer Straße kommen, ordnen sich seit Jahren auf zwei Spuren ein, um zügig über die Kreuzung zu kommen - obwohl dort nur eine Spur eingezeichnet ist. Über einen Kreisverkehr für diese Kreuzung ist schon oft gesprochen worden, doch immer wieder scheiterte die Umsetzung an den Kosten. Der zuständige Landesbetrieb würde zwar in zusätzliche Fahrspuren im Kreuzungsbereich investieren, nicht aber in einen Kreisverkehr.

Das könnte sich nach den Erkenntnissen ändern, die durch eine Simulation der beratenden Ingenieure der Firma TSC gewonnen wurden. In einer Sitzung hatten sich die Mitglieder des Ausschusses für Bauen und Klimaschutz eine animierte Simulation für die Lösungsvarianten gewünscht, die kürzlich präsentiert wurden. In ihrer jüngsten Sitzung sahen die Mitglieder des Bauausschusses nun, wie bei dem zu erwartenden Verkehr die Situation an der Borner Straße aussieht.

Im Untersuchungsgebiet liegen sieben Knotenpunkte, an denen der Verkehrsfluss ausgewertet wurde. Berücksichtigt wurde schon ein möglicher Kreisverkehr an der Einfahrt zu Rewe und künftig auch Aldi. Bleibt die Kreuzung an der B 221 so wie jetzt, wäre nach einer halben Stunde in der Spitzenbelastungszeit der obere Kreisverkehr bereits überstaut. Nach 40 Minuten ginge dieser Stau schon bis zum Rewe-Kreisverkehr. Ein Einbiegen auf die Borner Straße wäre nirgends mehr möglich. "Wir müssen dringend an der Kreuzung B 221 etwas tun", so die Berater in der Ausschusssitzung.

Die zweite Variante beinhaltet den Kreuzungsausbau an der B 221 und geht von zusätzlichen Abbiegespuren aus. "Das reicht aber nicht aus, um die Situation zu entspannen", sagten die Ingenieure. Die Kreuzungen B 221 und auch am Weihersfeld würden die Note "mangelhaft" bekommen. Mit einem maximalen Rückstau von 220 Metern gäbe es keinen kompletten Zusammenbruch des Verkehrs, aber eine leistungsfähige Abwicklung des Verkehrs wäre auch nicht möglich.

Allein ein großer Kreisverkehr an der B 221 verspreche eine zukunftsfähige Lösung. Hinzu käme eine veränderte Straßenführung für das Weihersfeld, so dass der aus dem Gewerbegebiet kommende Verkehr über den noch zu bauenden Kreisverkehr bei Rewe abgeleitet werden würde. "Es ist unabdingbar, den Kreisverkehr an der B 221 und den Kreisverkehr bei Rewe anzugehen, ansonsten erleben wir das Chaos", fasste Gottfried Optenplatz (SPD) zusammen. Für den Rewe-Kreisel wird eine Baukosten-Beteiligung des Geländeeigentümers über eine Erschließungskostenvereinbarung in Erwägung gezogen. Dr. Artur Rütten (CDU) wünschte der Verwaltung viel Glück bei der Kosten-Verhandlung und hoffte, dass der Gemeindeanteil nicht explodieren werde. Rütten: "Wir haben da noch eine Menge zu tun."

Quelle: RP
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