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Niederkrüchten
Pilz bedroht Bäume im Elmpter Wald

Niederkrüchten. In der Nähe des Wanderparkplatzes an der Waldstraße müssen bis zu 600 Bäume gefällt werden. Der Wurzelschwamm greift insbesondere Nadelbäume an. Viele Kiefern sind schon abgestorben Von Jochen Smets

Im Elmpter Wald gibt es ein Problem: den Wurzelschwamm. Hinter dem putzigen Namen verbirgt sich ein tückischer Pilz, der insbesondere Nadelbäume befällt und bereits Dutzende Kiefern hat absterben lassen. Dies erklärte Forstdirektor Christoph Zebunke vom Regionalforstamt Niederrhein im Forst- und Liegenschaftsausschuss. Bisher konzentriert sich der Schaden weitgehend auf eine Fläche von 25 Hektar in der Nähe des Wanderparkplatzes an der Waldstraße in Elmpt. Hier müssen insgesamt 500 bis 600 Bäume gefällt werden, um eine Ausbreitung des Pilzes zu verhindern, sagte Gemeindeförster Wilfried Kaufhold im RP-Gespräch. Der Wurzelschwamm greift die Wurzeln an. Darum müssen die Wurzelstöcke nach dem Fällen des Baumes tief nachgeschnitten werden.

Der Wurzelschwamm ist kein neues Phänomen im Elmpter Wald, so Kaufhold. Der Pilz ist immer latent vorhanden, kann sich aber bei günstigen Rahmenbedingungen gut ausbreiten. Die sind nicht zuletzt durch den Klimawandel gegeben, erklärte Zebunke. Milde Winter begünstigen den Pilz, und trockene Sommer schwächen die Bäume.

Neben der Information über den Wurzelschwamm stellten Zebunke und Kaufhold auch den Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2018 vor. Demnach sollen 2418 Festmeter Holz geschlagen und vermarktet werden. Dies entspricht dem nachhaltigen Hiebsatz, der besagt, dass nicht mehr Holz geschlagen wird als nachwachsen kann. An Neupflanzungen ist eine Kultur mit 1000 Rotbuchen und 1000 Lärchen vorgesehen. 51.000 Euro sind im kommenden Jahr für die Unterhaltung des Waldwegenetzes veranschlagt. Darin inbegriffen sind 16.450 Euro für die Reitwege-Unterhaltung. Dieser Betrag fließt über die Reitabgabe allerdings in gleicher Höhe wieder zurück. Größere Posten auf der Einnahmenseite sind die Erlöse aus der Holzvermarktung mit 72.500 Euro, der Jagdverpachtung mit 28.000 Euro und dem Kiesverkauf mit 25.000 Euro. Insgesamt stehen im Forsthaushalt Ausgaben von 155.000 Euro Einnahmen von 167.000 Euro gegenüber.

Quelle: RP
 
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