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Niederkrüchten
Pläne für Netto-Erweiterung vorgestellt

Niederkrüchten. Der Markt an der Hauptstraße in Elmpt soll von derzeit 791 auf 1070 Quadratmeter Verkaufsfläche wachsen. In Kürze werden Bürger Kritik und Anregungen zu den Plänen vorbringen können. Von Jochen Smets

Investor Josef Schoofs und Planer Dieter Beele haben jetzt im Planungsausschuss Details zur angestrebten Erweiterung des Netto-Markts an der Hauptstraße in Elmpt vorgestellt. Geplant ist, die Verkaufsfläche von derzeit 791 Quadratmeter auf 1070 Quadratmeter zu erhöhen. Weil außerdem noch ein Backshop sowie neue Räumlichkeiten für Technik, Leergutlager und -annahme hinzukommen, wächst die Gesamt-Gebäudefläche von 1100 auf 1600 Quadratmeter. Zudem soll die Außenverkaufsfläche des Center-Shops um 72 auf 169 Quadratmeter vergrößert werden.

Das bestehende Gebäude soll um sieben Meter Richtung Norden (zur Parkplatzfläche) und um fünf Meter nach Osten (Richtung Kreithövel) erweitert werden. An der nördlichen Stirnseite sollen ein Café und Bistro mit Backwarenverkauf und eine Leergutannahmestelle untergebracht werden. Durch die Erweiterung fallen 19 von bisher 100 Parkplätzen weg.

Gerade die Ausdehnung nach Osten, in Richtung der Wohnbebauung am Kreithövel, könnte dort Widerstand hervorrufen. Als der Netto-Markt 2007 gebaut wurde, hatten die Anwohner dem Investor in der Planungsphase unter anderem das Zugeständnis abgerungen, den gesamten Baukörper Richtung Südwesten zu verschieben. Damit wuchs der Abstand zu den Grundstücksgrenzen von ursprünglich geplanten 5,50 Meter auf knapp zwölf Meter. Davon würden nach den Erweiterungsplänen noch sieben Meter übrig bleiben. Schoofs bemühte sich, Bedenken zu zerstreuen. Da das Versickerungsbecken an der Ostseite wegen der Erweiterung zur hinteren Seite des Gebäudes verlegt werden muss, könnten sich vielleicht sogar Vorteile bieten, etwa durch eine Bepflanzung auf der Freifläche zwischen dem Markt und den Kreithövel-Grundstücken. Im Übrigen sei Schoofs "gern bereit, mit jedem Anwohner zu sprechen, auch vor Ort".

Jörg Stoltze (SPD) hatte gegen die Erweiterung im Grundsatz nichts einzuwenden, wies aber auch auf die Problematik der Abstandsfläche hin. Man werde sehen, was die Anwohner im Rahmen des Bürgerbeteiligungsverfahrens dazu zu sagen hätten. Bürgermeister Herbert Winzen stellte in diesem Zusammenhang klar, dass die Verschiebung des Baukörpers ein Entgegenkommen des Investors gewesen sei. Dies beruhe auf einer mündlichen Absprache, nicht auf einer vertraglichen Vereinbarung. Anja Degenhardt (Grüne) entgegnete, dass auch mündliche Zusagen einzuhalten seien. Bei zwei Gegenstimmen von den Grünen beschloss der Ausschuss die Aufstellung des Bebauungsplans und die damit verbundene Beteiligung der Öffentlichkeit am Planverfahren.

Die Pläne werden in Kürze - ein Termin steht noch nicht fest - für vier Wochen öffentlich im Rathaus ausgelegt. Dann hat jeder Bürger Gelegenheit, Kritik und Anregungen vorzubringen.

Quelle: RP
 
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