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Viersen
Pläne für neuen Kunstrasen weit gediehen

Viersen. Bei der Jahreshauptversammlung des 1. FC Viersen stellte der alte und neue Vorsitzende Michael Berghausen den Stand der Dinge in Sachen Kunstrasenprojekt vor. In Sachen Stadionsanierung gibt es ein gemeinsames Konzept mit der LG Von David Beineke

Der 1. FC Viersen ist dem großen Traum von einem neuen Kunstrasenplatz und einem renovierten Stadion am Hohen Busch ganz nah. Nach den Ausführungen des Vorsitzender Michael Berghausen bei der Jahreshauptversammlung, bei der er auch im Amt bestätigt wurde, steht die Umwandlung des Aschenplatzes hinter der Tribüne bald bevor. Mit Blick auf die Stadionsanierung hat der 1. FC in Kooperation mit der LG Viersen der Verwaltung, wie in der Sportausschusssitzung Ende April beschlossen, ein Konzept vorgelegt.

Vor jener Sportausschusssitzung hatten die Viersener mit einem Veto gegen die Vorschläge der Verwaltung für Aufruhr gesorgt. Die wollte nämlich, dass der bestehende Kunstrasen am Hohen Busch mit Hilfe der Mittel aus der Sportpauschale des Landes erneuert wird. Durch einen Kompromiss aller Fraktionen, der auch die Projekte in Boisheim und Dülken bedachte, stimmte die Politik dafür, dass nun doch der Aschenplatz umgewandelt wird. "Nach der Entscheidung des Sportausschusses war es zunächst etwas schwierig. Doch inzwischen arbeiten wir mit der Verwaltung sehr konstruktiv zusammen", sagte Michael Berghausen im Gespräch mit unserer Redaktion. Zurzeit laufen am Hohen Busch die Vorarbeiten, um die nicht mehr zeitgemäße Entwässerungsanlage für das Stadiongelände auf Vordermann zu bringen. "Ginge es nach uns, könnten wir danach auch sofort loslegen", sagte Berghausen. Allerdings müssen laut des FC-Vorsitzenden noch einige Details mit der Verwaltung abgestimmt werden, damit endgültig die Mittel aus der Sportpauschale freigegeben werden können. Das wiederum ist Voraussetzung, um die Vorfinanzierung über die Sparkasse auf den Weg zu bringen. Als Kosten für den neuen Kunstrasen veranschlagt Berghausen 360.000 bis 375.000 Euro. Unter anderem hängt die Endsumme davon ab, welcher der beiden noch im Rennen befindlichen Sportstättenbauer letztlich den Zuschlag erhält. 264.000 Euro sollen aus der Sportpauschale kommen, den Rest will der 1. FC mit Hilfe der Sparkassenstiftung, über Eigenleistungen und Spenden stemmen. Bei den Spenden wird hauptsächlich auf das Sponsoring von Parzellen gesetzt. Über eine eigens eingerichtete Internetseite können Teilstücke des neuen Kunstrasens für Beträge zwischen 25 und 5000 Euro gebucht werden. Aktuell sind auf diesem Weg schon deutlich über 7000 Euro zusammengekommen. "Ich gehe davon aus, dass wir im Februar/März mit dem Bau loslegen können", betonte Berghausen.

Noch etwas länger wird es dauern, bis das Stadionprojekt angegangen wird. Allerdings haben die Partner 1. FC und LG Viersen schon ganz konkrete Vorstellungen in ihrem Konzept ausgearbeitet. Neben dem Bau einer Kunststofflaufbahn soll auch der bestehende Naturrasen saniert werden. Das Problem: Die Kosten für die Pläne liegen mit 950.000 Euro rund 200.000 Euro über der von der Verwaltung für den Sportausschuss im April aufgestellten Rechnung. 600.000 Euro sollen wieder aus der Sportpauschale kommen. "Die Stadionsanierung ergibt nur als Gesamtkonzept Sinn. Jetzt müssen wir uns Gedanken darüber machen, wo die fehlende Summe noch herkommen könnte", sagte Berghausen.

Quelle: RP
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