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Brüggen
Politik und Verwaltung kritisieren Regionalplan

Brüggen. Der kommende Regionalplan beschäftigt weiter die Verwaltungen, die sich in Kleinarbeit durch den Entwurf arbeiten müssen. In der Ratssitzung bemängelte Dieter Dresen, Leiter des Fachbereichs für Planung, Technik, Service und Ordnung, das Fehlen einer Tabelle, aus der man hätte sehen können, was aus den bisherigen Stellungnahmen geworden ist. Die Verwaltung lehne immer noch die "Innen-vor-Außen-Entwicklung" der Siedlungen ab.

Für die Ortsteile bedeutet dies, dass kaum neues Bauland ausgewiesen werden darf, solange es noch freie Flächen in den bebauten Bereichen gibt. "Born ist nach wie vor nicht als allgemeiner Siedlungsbereich ausgewiesen", so Dresen. Somit könne sich Born nur im eigenen Bereich entwickeln. "Wir haben dort knapp die 2.000-Einwohner-Grenze erreicht. Dort ist dringend eine Infrastruktur nötig." Der bisherige Entwurf steht einer weiteren Entwicklung des Golddorfes aber entgegen. Auch von den unterbreiteten Vorschlägen für Windkraftstandorte wurde bis jetzt nichts eingearbeitet.

In ihrer zwölfseitigen Stellungnahme im Rahmen der zweiten Beteiligung begrüßt die Verwaltung allerdings, dass der Ortsteil Bracht als zentralörtlich bedeutsamer "Allgemeiner Siedlungsbereich" dargestellt ist. Eine zeitgemäße Entwicklung ist dort möglich. Allerdings gilt das nicht für ganz Bracht, da die südlichen Bereiche nicht einbezogen wurden. Vor allem der Wohnsiedlungsbereich Angenthoer ist betroffen. Die Differenzierung ist aus Sicht der Burggemeinde Brüggen nicht nachvollziehbar. Außerdem sollen drei kleine Waldgebiete in den Naturschutz übergehen. Das würde nicht nur die Waldbewirtschaftung erschweren, argumentierte Dresen. Auch zur Standortsicherung der tonverarbeitenden Firma Röben soll diese Einschränkung nach Wunsch der Verwaltung nicht in den Plan einfließen.

Joachim Voigt (CDU) bedauerte, dass die bisherigen Anregungen kaum Berücksichtigung gefunden hätten. "Ich frage mich, wie dem Nachdruck verliehen werden soll?", sagte Voigt. Andreas Bist (FDP) schlug vor, "ungemütlich" zu werden. Dieter Dresen beruhigte die Ratsmitglieder, dass viele Dinge bereits in Vorgesprächen berücksichtigt worden seien. Bürgermeister Gellen wollte den Unmut des Rates formulieren. Wie weit das durchdringe, wisse er aber nicht.

(bigi)
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