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Hunde nur knapp überlebt
Polizei bittet um Mithilfe nach brutaler Beißattacke

Polizei bittet um Mithilfe nach brutaler Beißattacke
Nur knapp haben die Hunde von Netti Fesler die brutale Beißattacke der freilaufenden Hunde überlebt. FOTO: Netti Fesler
Viersen. Nachdem die Hunde von Netti Fesler aus Viersen nur knapp eine Beißattacke von zwei freilaufenden Hunden überlebten, bittet nun die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe. Bislang ist noch nicht klar,  wer der Halter der Tiere ist.  Von Sabine Kricke

Netti Fesler ist verzweifelt. "Heute war wohl der schlimmste Tag in meinem Leben", schreibt die Viersenerin auf Facebook. Dazu veröffentlicht sie etliche Fotos ihrer blutüberströmten Hunde. Gebissen von zwei freilaufenden Hunden. Auch die 32-Jährige selbst wurde bei dem Kampf verletzt.

Nachdem Fesler bei der Polizei Anzeige erstattet hat, ermitteln die Beamten wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Laut Polizeiangaben wurden die beiden, vermutlich ebenfalls verletzten Hunde, nicht bei einem Tierarzt in der weiteren Umgebung behandelt. Die Ordnungsämter der Städte Nettetal, Viersen und der Gemeinde Grefrath seien in die Ermittlungen einbezogen.

Der tragische Vorfall ereignete sich am 2. Mai um 20.30 Uhr. Fesler war gerade mit ihren vier Hunden im Hagenbroicher Feld zwischen Süchtelen und Grefrath spazieren, als zwei herrenlose Hunde plötzlich auftauchten und auf ihre Tiere losgingen. "Der Kampf dauerte fast 30 Minuten, und ich schaffte es einfach nicht, die Hunde zu trennen", sagt die Viersenerin. "Es war schrecklich, und ich dachte, dass keiner der Hunde überlebt". Ihre Hunde seien angeleint gewesen. Bei den freilaufenden Hunden soll es sich um einen braun-schwarzen Sennenhund-Mix und einen schwarz-weißen Mischling handeln. 

Polizei bittet um Mithilfe

Laut Polizeiangaben habe es Hinweise darauf ergeben, dass die beiden beschriebenen Hunde im Laufe des letzten Jahres bereits mehrfach freilaufend und "wildernd" aufgefallen sind. In diesen Fällen sollen die Hunde jeweils in Richtung Schlibeck weggelaufen sein. Die Kripo geht davon aus, dass die beiden Tiere in unbeobachteten Augenblicken ihr Zuhause verlassen. Da von den Tieren eine nicht unerhebliche Gefahr auch für Menschen ausgehen könnte, ist auch aus diesen Gründen die Ermittlung des Hundehalters wichtig, um spielende Kinder und Spaziergänger schützen zu können.

Da es bislang nicht gelungen ist, den Halter und den Aufenthaltsort der Hunde zu ermitteln, bittet die Kripo nunmehr um Mithilfe aus der Bevölkerung: Wer kann Hinweise auf zwei so beschriebene Hunde geben, die im weiteren Umfeld des Tatortes gehalten werden? Hinweise nimmt die Polizei unter folgender Telefonnummer entgegen: 02162/377-0.

Der Weg zum Auto mit den schwer verletzten Hunden dauerte ewig

Während des Kampfes wurde auch Fesler von den freilaufenden Hunden mehrfach gebissen und verletzt. Plötzlich seien die bissigen Tiere dann wieder verschwunden. "Der Fußweg zum Auto betrug noch 20 Minuten, mit schwerverletzten Hunden eine halbe Ewigkeit", erzählt Fesler.

Sie sei dann sofort in eine Hundeklinik gefahren, in der alle Hunde direkt in eine Narkose versetzt wurden. "Scrappy und Scooby hat es am schlimmsten erwischt", sagt die Hundehalterin. Eines ihrer Tiere habe fast ein Auge verloren, weil sich einer der Hunde im Gesicht festgebissen habe. "Bis auf die Knochen klaffte die Wunde".

Auch die anderen drei Tiere wurden bei der Beißattacke schwer verletzt. "Die Wunde an Sorajas Nase ist tief, Scoobys Ohr ist gespalten und Hippi kann mit der Vorderpfote nicht mehr auftreten", beschreibt die Viersenerin die Verletzungen ihrer Hunde.

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