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Niederkrüchten
Polizei ermittelt gegen Gaffer nach Motorradunfall in Elmpt

Niederkrüchten. Schaulustige hatten den schweren Unfall am Samstag fotografiert, einige beleidigten die Wehrleute

Nach dem schweren Unfall eines Motorradfahrers auf der Hauptstraße in Elmpt am Samstagabend ermittelt die Polizei gegen einen Mann, der - wie viele andere auch - mit dem Handy gefilmt und fotografiert hat. Seine Personalien konnten festgestellt werden, jetzt liegen mehrere Anzeigen vor. Es geht unter anderem um Paragraf 201a des Strafgesetzbuches, also um das Fertigen von Filmaufnahmen von Menschen in hilfloser Lage, aber auch um Widerstand gegen die Feuerwehrleute, die ihn wegschickten, und um Beleidigung. Bei allen Delikten kann ein Richter Freiheits- oder Geldstrafen verhängen, beim Widerstand gegen die Feuerwehrleute, die in einer Unfallsituation Vollstreckungsbeamten gleichgestellt sind, sind es nach Paragraf 114 des Strafgesetzbuches bis zu drei Jahre Haft, die ausgesprochen werden können. Die Feuerwehr Niederkrüchten betont noch einmal ausdrücklich, auch künftig keine Gaffer an Unfallstellen zu dulden und Straftaten konsequent zur Anzeige zu bringen.

Bei dem Unfall war ein Motorradfahrer so schwer verletzt worden, dass er mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen werden musste. Die Feuerwehr sah sich zum ersten Mal einer so großen Menge an Schaulustigen gegenüber. Sie störten nicht nur den Ablauf des Einsatzes, sondern beleidigten teilweise auch die Feuerwehrleute und kamen Anweisungen, angefertigte Dateien wieder zu löschen, nicht nach.

(hah)
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