| 12.22 Uhr

Bilanz zu Altweiber in Viersen
Polizei ist mit "allermeisten Jecken sehr zufrieden"

So war der Rathaussturm in Viersen
So war der Rathaussturm in Viersen FOTO: Theo Titz
Viersen. An Altweiber ist es im Kreis Viersen zu keine großen Einsätzen für die Polizei gekommen. 52 Platzverweise wurden ausgesprochen, weniger als im Vorjahr. 

 "Wir sind mit dem Einsatzverlauf und dem Verhalten der allermeisten Jecken sehr zufrieden", teilte die Polizei am Freitag mit. Die Einsatzkräfte hätten - ohne größere Anfeindungen oder Störungen erleben zu müssen - arbeiten und somit allen friedlichen Feiernden ein sicheres Altweibertreiben ermöglichen können, resümiert der Einsatzleiter Polizeidirektor Hubert Vitt den Verlauf des ersten Karnevalseinsatzes 2016 im Kreis Viersen.

Störer, die teilweise schon im letzten Jahr negativ aufgefallen waren, seien mit mahnenden Worten auf Regeln und Grenzen hingewiesen. Sofern diese "Ansprachen" verhallten, habe die Polizei Platzverweise erteilt und diese auch mit Ingewahrsamnahmen durchgesetzt, wenn sie missachtet wurden. Beim gestrigen Einsatz gab es 52 Platzverweise. Im Vergleich zum Vorjahr (71) mag auch dieser Rückgang die Beobachtungen der Einsatzkräfte bestätigen:

Die Jecken waren insgesamt friedlicher, die Stimmung freundlicher und es gab weniger "Freiraum" für Gewalttaten im vermeintlichen Schutz der Masse, was eventuell auch mit dem angekündigten und sichtbaren Videografieren der Feiernden durch Einsatzkräfte der Polizei in Dülken zusammenhängen mag.

Dass die Polizei aufgrund der negativen Erfahrungen der letzten Jahre härter durchgreifen musste, belegt die im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelte Anzahl der notwendigen 22 Ingewahrsamnahmen. So sei es gelungen, das Karnevalstreiben ohne größere Vorkommnisse bis zum Ende durchweg friedlich zu gestalten. Lediglich vereinzelte körperliche Auseinandersetzungen, eine Strafanzeige wegen Widerstands sowie vereinzelte verbale Beleidigungen gegen Einsatzkräfte verbuchte die Polizei bis Einsatzende.

"Nur" ein Autofahrer musste wegen Trunkenheit mitsamt seinem Führerschein aus dem Verkehr gezogen werden. "Weiter so durch die Jahreszeit", so hofft der Einsatzleiter auch für die nächsten Karnevalstage auf einen friedlichen Einsatzverlauf.

Bilder vom Rathaussturm in Viersen sehen Sie hier. 

So war der Rathaussturm in Dülken.

(skr)
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