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Kreis Viersen
Polizei sucht mit dem Heli

Kreis Viersen: Polizei sucht mit dem Heli
Mehrere Stunden suchte die Polizei – auch mit einem Hubschrauber – die flüchtigen Männer. FOTO: Polizei
Kreis Viersen. Am Donnerstagabend suchte die Polizei mehrere Stunden in Boisheim erfolglos nach vier mutmaßlichen Einbrechern. Dabei war auch ein Hubschrauber im Einsatz. Die Flucht der Täter hatte in Niederkrüchten begonnen. Von Anne Goch

Das monotone Geknatter eines Hubschraubers schreckt die Anwohner im ansonsten beschaulichen Boisheim auf. Immer wieder fliegt der Polizei-Helikopter über Boisheim – mal bis nach Lötsch, dann wieder zurück fast bis Dilkrath.

An der Nettetaler Straße, am Friedhofsweg, am Hoferkamp, Zum Abtshof, Im Bruch – überall sind Polizeifahrzeuge zu sehen. Drei Hunde bellen, die Polizei-Hundeführer lassen sie Vorgärten und Grünflächen durchsuchen. Immer mehr Boisheimer kommen auf die Straße, wollen wissen, was passiert ist. Aber wirklich viel wissen die rund 30 eingesetzten Beamten zu diesem Zeitpunkt auch nicht. Am Waldweg ist ein verlassener silberner Mercedes gefunden worden, eine fünf Jahre alte E-Klasse, die Anfang Oktober in Duisburg gestohlen worden war. Die ebenfalls gestohlenen Kennzeichen stammen aus den Niederlanden.

Flucht beginnt in Niederkrüchten

Vier Männer seien aus dem Fahrzeug zu Fuß geflüchtet, heißt es. Immer wieder glaubten Anwohner, einen oder mehrere gesehen zu haben. Wer jetzt auf der Straße unterwegs ist, muss sich ausweisen. Mehrere Stunden später kommt eine Frau zu Polizeibeamten, will wissen, ob sie sich wieder sicher fühlen kann, denn sie hat Angst. Denn noch weiß niemand, warum die vier Männer auf der Flucht sind.

Rückblende: Die Flucht beginnt am Abend gegen 20.25 Uhr in Niederkrüchten. Dort hat ein Anwohner am Brempter Weg vier verdächtige Männer bemerkt, die in den Mercedes steigen und ohne Licht davon brausen. Die von ihm alarmierte Polizei verfolgt die Verdächtigen über die Autobahn 52 in Richtung Roermond. An der Grenze führt die niederländische Polizei gegen 20.45 Uhr eine Kontrolle durch, will auch den Mercedes anhalten. Doch der Fahrer gibt Gas. Drei niederländische Motorradpolizisten und die deutsche Zivilstreife jagen hinterher – vorbei am Outletcenter, dann zurück über die Autobahn Richtung Deutschland.

Kurz vor dem Autobahnkreuz Mönchengladbach ist der Mercedes mit knapp 200 Stundenkilometern zu schnell für seine Verfolger. Die aber lassen sich nicht abschütteln, auch der Hubschrauber ist inzwischen in der Luft. Eine gute Viertelstunde später gibt es Sichtkontakt – auf der A 61 in Richtung Venlo kurz vor der Abfahrt Nettetal. Der Wagen verlässt die Autobahn, fährt nach Boisheim.

Obwohl es viele aufmerksame Zeugen gibt und die Beamten jeden Winkel durchkämmen, bleiben die vier Männer verschwunden. Warum sie unterwegs waren, scheint allerdings klar: Im Wagen finden die Beamten Einbruchswerkzeug. Ob zwei Einbrüche am Elmpter Birkenweg am Donnerstag auf das Konto der Flüchtigen gehen, ist noch nicht klar. Möglicherweise könnten die Männer gegen 19 Uhr in Elmpt gesehen worden sein.

Quelle: RP
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