| 17.59 Uhr

Unfall mit Lkw auf A61
Getötete Polizistin wird am Samstag beigesetzt

A61 bei Viersen: Lastwagen prallt gegen Streifenwagen - Polizistin stirbt
Viersen. Eine junge Polizistin kam ums Leben, als ein betrunkener Lkw-Fahrer seinen Lastwagen in ein Polizeiauto steuerte. Am Samstag wird sie in ihrer Heimat beerdigt. 

Viele Polizisten aus dem Kreis Viersen werden am Samstag, 6. Januar, nach Gronau-Epe in Westfalen fahren, um Abschied von ihrer Kollegin zu nehmen. Die 23-Jährige, die am 27. Dezember auf der A61 bei Viersen getötet wurde, wird dort auf dem katholischen Friedhof beigesetzt. Die Trauerfeier in der Pfarrkirche St. Agatha in Epe beginnt um 11 Uhr. Die Polizeikommissarin war seit 2013 im Dienst der Polizei in Nordrhein-Westfalen, seit 2016 war sie bei der Kreispolizeibehörde Viersen tätig. "Wir verlieren mit ihr eine stets freundliche und allseits beliebte Kollegin", schreiben der Landrat des Kreises Viersen, Andreas Coenen (CDU), und der Personalratsvorsitzende, Ralf Robertz, in der Traueranzeige der Kreispolizei.

Vor einer Woche hatte die 23-Jährige mit Kollegen einen Lkw stoppen wollen, der über die A61 in Richtung Mönchengladbach unterwegs und aufgefallen war, weil er Schlagenlinien fuhr. Zwischen Viersen und Mackenstein rammte der Lkw das Polizeiauto, das sich auf dem Seitenstreifen befand. Auf der Rückbank saß die 23-Jährige, sie starb durch den Aufprall. Ein 22-jähriger Polizeianwärter wurde schwer verletzt. Die 48-jährige Beamtin, die am Steuer saß, schwebt weiterhin in Lebensgefahr. Der betrunkene Lkw-Fahrer wurde festgenommen.

Verpassen Sie keine Nachrichten aus der Region: Wir schicken Ihnen eine Übersicht per WhatsApp. Melden Sie sich jetzt an!

Die Familie der jungen Frau hat eine bewegende Traueranzeige geschaltet, die bei Facebook vielfach geteilt wurde. "Die Menschen, die von uns gehen und die wir lieben, verschwinden nicht", schreiben die Eltern. "Sie sind immer an unserer Seite ... Jeden Tag ... ungesehen ... ungehört ... und dennoch immer ganz nah bei uns." Die 23-Jährige sei von einem Spendenlauf der Feuerwehr zugunsten der Kinderkrebsforschung begeistert gewesen. Daher bittet die Familie statt Blumen um eine Spende für die Kinderkrebshilfe Münster. Eine private Initiative hat für Samstag um 11 Uhr zu einer Gedenkminute für die Verstorbene aufgerufen.

(biro)