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Viersen
Prof. Leo Peters nimmt Abschied vom Kreishaus

Viersen. Er ist ein kulturhistorisch interessierter, hoch gebildeter Mann. Als Geschichtsforscher wird der langjährige Schul- und Kulturdezernent Prof. Dr. Leo Peters auch künftig keine Langeweile haben. Ende des Monats geht der Kaldenkirchener in den Ruhestand. Am morgigen Mittwoch wird er in einer Feierstunde im Niederrheinischen Freilichtmuseum des Kreises Viersen, Dorenburg in Grefrath, offiziell aus dem Dienst verabschiedet. Von Andreas Reiners

Peters ist mehr als 30 Jahre Schul- und Kulturdezernent des Kreises Viersen und in dieser Funktion vermutlich der dienstälteste Schul- und Kulturdezernent in Nordrhein-Westfalen. Der aus Kaldenkirchen stammende Peters war bis zu seiner Ernennung zum Dezernenten am 1. Juni 1978 Leiter des Kreisarchivs in Kempen. Peters ist Professor am Historischen Seminar der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Der Lehrauftrag für Rheinische Landesgeschichte bedeutet ihm sehr viel, will der 64-Jährige doch jungen Menschen das Wissen um die Geschichte der Heimat näher bringen.

Als Historiker genießt Peters großes Ansehen. Er veröffentlichte zahlreichePublikationen, ist Mitglied in zahlreichen Geschichtsvereinen. Die Aufarbeitung der Geschichte seiner Heimatstadt Kaldenkirchen lag und liegt Leo Peters besonders am Herzen. Er ist Vorstandsmitglied im Bürgerverein Kaldenkirchen. Als Herausgeber, Mentor und Autor des Heimatbuches des Kreises Viersen wird er auch in den nächsten Jahren wirken. Er gehört außerdem dem Kuratorium der international tätigen Adalbert-Stiftung an.

Peters ist aber auch ein sehr politischer Mensch. Ende des 60-er Jahre wurde er Vorsitzender der Jungen Union im heutigen Nettetal. Er übernahm verschiedene Funktionen bei der CDU und im Rat der Stadt Nettetal. Der Viersener Kreistag wählte ihn zweimal zu seinem Vertreter in der Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Rheinland. Von 1988 bis 2000 war er Vorsitzender des Landesverbandes der Christdemokraten für das Leben (CdL).

Peters wurde mehrfach für seine Verdienste ausgezeichnet. Im September vorigen Jahre würdigte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers den Kaldenkirchener in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Rüttgers überreichte Peters das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Quelle: RP
 
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