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Kreis Viersen/Krefeld
Prozess um Einbruchserie: Täter gestehen

Kreis Viersen/Krefeld. Im Prozess um eine mutmaßliche Einbrecherbande haben die Angeklagten gestern weitgehend geständig. Den sechs zwischen 27 und 37 Jahre alten Männern wird vorgeworfen, gewerbsmäßig und als Bande eine ganze Serie von Einbrüchen zwischen Januar und Mai 2015 verübt zu haben. Die Tatorte liegen unter anderem im Kreis Viersen, in Krefeld, Mönchengladbach und Mülheim. Es sind über 20 Taten angeklagt.

Damit haben sie laut Anklage ihren Lebensstil und den ihrer Familien in Rumänien finanziert. Auch ein Teil der Diebesbeute aus einem Geschäft für Damenunterwäsche soll an Familienmitglieder weitergegeben worden sein.

Die Angeklagten hatten bereits fast sämtliche Vorwürfe eingeräumt. Ob sie das Geständnis wiederholen, war bis gestern nicht klar. Der Richter hatte sie belehrt, dass es ihr gutes Recht sei, ihre Verteidigungsstrategie zu ändern. Allerdings kann das Gericht durch eingehende Telefonüberwachung und Observation von Tätern und Fahrzeugen auf eine Reihe weiterer Hinweise zurückgreifen.

Während den Männern versuchter und vollendeter gemeinschaftlicher Banden- und Einbruchsdiebstahl vorgeworfen wird, haben sie das Bestehen einer Bande allerdings abgestritten. Man habe sich zufällig in einer Krefelder Gaststätte zu den Einbrüchen verabredet.

Der Prozess wird am kommenden Mittwoch fortgesetzt. Ob an dem Tag schon das Urteil gesprochen wird, steht noch nicht fest.

(BL)
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