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Daniel Maatz
Puppenspieler im Taka-Tuka-Land

Viersen. Das "Theater für Kinder" gastiert morgen in Dülken

Dülken Das Zelttheater "Theater für Kinder" rund um den Puppenspieler Daniel Maatz (38) kommt morgen, 1. November, um 15 Uhr nach Dülken auf den Wilhelm-Cornelißen-Platz. Nach "Wie Findus zu Petterson kam", wird nun ein weiterer Klassiker gespielt: "Pippi Langstrumpf im Taka-Tuka-Land"

Worum geht es in dem Klassiker, den Sie dieses Mal spielen?

Maatz Dieses Mal spielen wir "Pippi Langstrumpf". Das Stück behandelt die klassische Geschichte, von der jeder zumindest schon einmal gehört hat: Pippis Vater wird auf eine einsame Insel verschleppt, und Pippi macht sich mit ihren Freunden Tommy und Annika auf die Suche nach ihm. Wir haben diesen alten Klassiker, den auch schon die Großeltern oder Eltern unserer Besucher kennen, damit das erste Mal in unser Programm aufgenommen.

Wie viele Puppen haben Sie für die aktuellen Aufführungen dabei?

Maatz Die klassischen Charaktere, die man kennt. Pippi, Tommy, Annika, Herr Nilsson... Insgesamt müssten es acht Puppen sein.

Im Internet erzählen sie von einer "interaktiven" Gestaltung Ihrer Stücke. Wie ist das gemeint?

Maatz Nun, die Kinder, die uns besuchen, sollen uns nicht bloß - wie beim Fernsehen - zuschauen. Sie sollen Teil des Stückes werden. Bei uns müssen die Kinder während der gesamten Aufführung aufpassen, genau verfolgen, wer was gesagt hat. Auch sie kommen so in unserem Stück zum Reden oder müssen zum Beispiel Fragen beantworten.

Wie alt sind Ihre Besucher in der Regel?

Maatz Nach oben sind unseren Besuchern vom Alter her keine Grenzen gesetzt. Das hängt immer von den Interessen der Kinder ab. Es ist also ganz unterschiedlich. Nur nach unten gibt es eine Altersgrenze von zwei Jahren. Das liegt vor allem daran, dass unsere Stücke interaktiv sind. Zwar können auch jüngere Kinder mitgebracht werden, die müssen aber keinen Eintritt zahlen, weil sie noch nicht richtig "mitspielen" können.

Wir leben ja in einer modernen Zeit, in der Medien wie Smartphone und Tablet immer mehr an Bedeutung gewinnen. Ist das Puppenspiel da immer noch aktuell?

Maatz Ja. Vor allem Klassiker wie Pippi Langstrumpf sind geblieben und wurden über Generationen weitergegeben. Vor allem, weil es kulturell anerkannt ist, legen viele Eltern Wert darauf, dass ihre Kinder beispielsweise Puppenspiele erleben.

Spiegelt sich das auch in Ihren Besucherzahlen wider?

Maatz Das tut es, unsere Zahlen steigen sogar. Das liegt auch daran, dass unsere Stücke zuerst als Kinderbuch erschienen, also recht bekannt sind. Wir reisen schon seit Jahren in die gleichen Regionen, bieten aber für die Kinder immer etwas Neues.

Dann vielleicht mal zum Praktischen. Wie viele Menschen sind bei einer Vorführung beteiligt?

Maatz Wir sind ein Familienunternehmen: Meine Frau Jennifer, unser elfjähriger Sohn Jason und unsere siebenjährige Tochter Angely. Mein Sohn hat viel Freude am Puppenspiel und darf auch in der aktuellen Vorführung selber eine Puppe führen. Das macht dann drei aktive Spieler. Meine Tochter ist auch sehr begeistert von unserem Beruf, ist aber fürs Mitspielen noch zu jung.

Wie sieht denn Ihre Planung aus, wenn Sie mit Ihrem Zelttheater in eine neue Stadt kommen?

Maatz Wir reisen immer montags an. Dann bauen wir schon mal auf. In den folgenden Tagen vor der ersten Aufführung kümmern wir uns um die Dinge vor Ort, seien es Reinigung oder Werbung für die anschließenden Gastspiele.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, diesen Beruf auszuüben?

Maatz Meine Großeltern waren Puppenspieler, dann meine Mutter. Ich bin damit großgeworden. Wir sind eine Puppenspielerfamilie, waren eine Puppenspielerfamilie und werden es vermutlich immer bleiben. In den 1990er-Jahren haben wir hauptsächlich Schulen und Kindergärten besucht. Danach sind wir zum Zelt gewechselt, sodass wir aktuell drei mobile Zelte in unserer Familie haben. Wir sind eine große Familie. Meine Geschwister üben alle den gleichen Beruf wie ich aus. Aber den Beruf von seinen Eltern weitergegeben zu bekommen, reicht nicht aus, um ein erfolgreicher Puppenspieler zu werden. Man muss so wie wir mit der ganzen Leidenschaft hinter dem Puppenspielen stehen.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE LISANNE PITZEN.

Quelle: RP
 
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