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Kreis Viersen
Radtour führt zu Höfen und Adelssitzen

Kreis Viersen: Radtour führt zu Höfen und Adelssitzen
Die Tour führt vorbei an Haus Brempt. Es steht auf einer künstlich angelegten Anhöhe, einer Motte, die von einem Wassergraben umgeben war. FOTO: Kreis Viersen
Kreis Viersen. Die Radroute des Kreises Viersen führt im September rund um die Apfelstadt Tönisvorst. Morgen wird eine geführte Tour angeboten

Vorbei an Herrensitzen und Höfen führt die Radroute, die der Kreis Viersen und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) für September ausgewählt haben. Start ist am Wilhelmplatz im Zentrum von St. Tönis, dort befindet sich der Knotenpunkt (KP) 16. Die Tour führt in Richtung Westen zu KP 76. Die Radler verlassen St. Tönis und passieren in südlicher Richtung den Forstwald. Auf dem Weg zu KP 1 liegt auf rechter Seite der Stockhof, der durch sein imposantes Backsteintor beeindruckt.

Von den Holterhöfen folgen die Radfahrer der Route in Richtung KP 74 - vorbei an den landwirtschaftlichen Gütern Könserhof, Matheshof und Hörmeshof. Dort angekommen biegen die Radler links ab und fahren rechts auf die Hochbendstraße und über die Bahnschienen hinweg. Kurzzeitig verlassen sie das ausgeschilderte Radwegenetz und fahren weiter geradeaus Richtung Tönisvorst bis zum Kehner Weg.

Sie biegen links ab zu KP 79 und fahren vorbei an Groß Lind, einem mittelalterlichen Schöffenhof mit Parkanlage, in der sich eine achteckige Rundscheune aus dem 18. Jahrhundert befindet. Napoleon soll einst hier genächtigt haben.

Die Route führt weiter durch Ortsteil Kehn. Die Radler passieren den ehemaligen Rittersitz und Bergfried Gelleshof aus dem 18. Jahrhundert und erreichen in Vorst den KP 79. Hier lohnt ein Abstecher zu Haus Brempt, einem Adelssitz aus dem 17. Jahrhundert. Die Strecke führt über ruhige Wege vorbei am Heimershof zu KP 7. Von dort geht es weiter entlang des Landschaftsschutzgebietes Fritzbruch zu KP 58. Die Route verläuft durch Oedt in Richtung KP 33 bis Graverdyck, dort geht es rechts ab zu KP 42.

Auf dem Weg durch Stiegerheide in Richtung Kempen zu KP 15 passieren die Radler die Routenburg, deren Eingang westlich der Radroute liegt. Die ehemalige Hofanlage verfügt über eine Grabanlage und wird heute als Wohnhaus genutzt.

Vorbei am Stiegerhof und Holtenhof erreichen die Radler KP 99. Auf Feldwegen geht es zu KP 85 Richtung Süden nach Tönisvorst. Auf dem Weg zu KP 16 passieren die Radler die Hofanlage Meerhof mit dem gut erhaltenen ehemaligen Wehrturm. Im weiteren Verlauf fahren die Ausflügler an der Streuffmühle vorbei, dem Wahrzeichen von St. Tönis. Die Turmwindmühle wurde 1769 erbaut und war noch bis 1945 in Betrieb. Die Radfahrer durchqueren den Ortskern von St. Tönis und erreichen nach rund 36 Kilometern wieder den Ausgangspunkt der Tour am KP 16.

Quelle: RP
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