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Kreis Viersen
Raser sitzt jetzt wegen Mordes in U-Haft

Tödliches Autorennen: Das sagen Polizei und Staatsanwalt
Kreis Viersen. Der 28-jährige Schwalmtaler, der bei einem Autorennen einen Fußgänger erfasste, wurde erneut festgenommen

Nach einem illegalen Autorennen in der Nacht zu Samstag, bei dem ein 38-jähriger Fußgänger in Mönchengladbach getötet wurde, ist der 28-jährige Unfallfahrer am Sonntagabend ein zweites Mal festgenommen worden. Nach dem Unfall war der Schwalmtaler zur Vernehmung festgenommen worden, danach aber zeitweise auf freiem Fuß gewesen. Der 28-Jährige war mit seinem Seat Cupra beim Überholen auf die Gegenfahrbahn geraten und hatte dort den Fußgänger erfasst. Für den Fahrer ordnete der Richter gestern Untersuchungshaft wegen Mordes an. An dem Rennen beteiligt war zudem offenbar nicht nur der gesuchte Fahrer eines silbernen Seat Ibiza, sondern auch ein Golffahrer. Die Männer, 22 und 25 Jahre alt, wurden gestern nach der Vernehmung wieder entlassen. Gegen sie wurden Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.

Auf der Korschenbroicher und der Fliethstraße in Mönchengladbach drücken Autofahrer häufig aufs Gaspedal. Auch aus diesem Grund wurden dort Rotlichtblitzer installiert. Nach dem illegalen Autorennen unterstützt das Mönchengladbacher Ordnungsamt die Polizei bei den Ermittlungen mit den Auswertungen der Blitzersäulen, wie ein Stadtsprecher bestätigte. Es war nicht das erste illegale Autorennen in Mönchengladbach. Auch wenn die Polizei sagt, dass solche Straßenrennen kein großes Problem seien, gibt es immer wieder Hinweise aus der Bevölkerung auf durchdrehende Reifen in der Nacht. Anwohner beschwerten sich bereits vor zwei Jahren bei der Stadt über Raser auf der vierspurigen Fliethstraße. Allerdings gehört die Fliethstraße zu jenen Straßen, an denen geblitzt wird.

(angr/gap)
 
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