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Viersen
Rat beschließt Sportpauschale für die Vereine

Viersen. Für Diskussion sorgte nochmals die Verwendung der Sportpauschale von 2016 bis 2022 im Rat der Stadt. Die FDP hatte einen Antrag auf Änderung gestellt. Statt der bislang vorgegebenen 20 Prozent Eigenanteil seitens der Vereine, forderte die FDP nun einen Eigenanteil von 30 Prozent.

Fritz Meies (CDU) warf der FDP vor, keine Ahnung davon zu haben, was in den Sportvereinen los ist. "Wir können den Vereinen nicht noch mehr zumuten, das geht völlig an der Realität vorbei. Einen so hohen Prozentsatz beim Eigenanteil halte ich für völlig daneben. Die Vereine spielen eine wichtige Rolle in der Stadt. Wir sollen sie unterstützen, und ihnen nicht noch mehr Last aufbürden", sagte Meies.

Franz Lohbusch (Die Linke) hob die Vielfalt der Vereine in Viersen hervor, die man nach seiner Ansicht nicht einfach alle über einen Kamm scheren könnte. "Die Vielfalt der Vereine ist ein Aushängeschild", betonte er. Ob Vereine in der Lage sind höhere Eigenanteile, unter anderem durch Sponsoring, aufzubringen, stand als Frage im Raum. Zugleich gab es Überlegungen, ob Vereine unterschiedliche Eigenanteile aufbringen und dementsprechend differenzierte Unterstützung erhalten sollten. Aktuell liegen Anträge vom TSV Boisheim vor, der den Tennenplatz in einen Rasenplatz umwandeln möchte. Der Dülkener Fußballclub hingegen wünscht sich die Umwandlung des Rasenplatzes in einen Hybridrasen. Zudem gibt es einen gemeinsamen Antrag von der LG 47 Viersen, dem 1. FC Viersen, dem SC Viersen Rahser und dem TDFV Viersen zur Sanierung des Kunstrasenplatzes und die Erneuerung der technischen Leichtathletikanlagen am Hohen Busch. Dazu kommt die SG Dülken, die eine Umwandlung des Tennenplatzes in einen Naturrasenplatz beantragt hat.

Letztendlich wurde der Antrag der FDP abgelehnt. Der Rat beschloss die Bereitstellung der Sportstättenpauschale für die Ertüchtigung von Sportstätten. Jährlich sollen dabei rund 200.000 Euro als Investitionskostenzuschuss an die Vereine ausgezahlt werden. Zudem wurde die Verwaltung beauftragt, mit den Vereinen Gespräche zu führen, um die Umsetzung der gewünschten Maßnahmen auf der Grundlage des Berechnungsmodells zu prüfen. Es sind insgesamt 1.292.000 Euro, die aus den Mitteln der Sportpauschale an die Vereine fließen sollen. Bei einer 20-prozentigen Eigenfinanzierung.

(tre)
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