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Niederkrüchten
Rat lehnt mehr Parkplätze aus Kostengründen ab

Niederkrüchten: Rat lehnt mehr Parkplätze aus Kostengründen ab
Auf dem Platz vor dem Rathaus und hinter dem Ärztehaus gebe es genügend Parkplätze, sagen SPD und CWG. FOTO: Busch
Niederkrüchten. Verwaltung und FDP warben für mehr Stellflächen

Beim Ausbau der Poststraße, der im Juni beginnen soll, bleibt es dabei, dass kein zusätzlicher Parkraum geschaffen wird. Die Planer vom Schwalmtaler Ingenieurbüro Goldmanns hatten im seitlichen Bereich der Poststraße auf Höhe des großen Parkplatzes am Kriegerdenkmal neun zusätzliche Parktaschen vorgesehen. Dies hatte der Bauausschuss in seiner Sitzung am 4. April mit Blick auf die damit verbundenen Mehrkosten von 17.000 Euro mit acht zu vier Stimmen abgelehnt. Der Rat bestätigte diesen Beschluss.

Zuvor hatten sowohl die Verwaltung als auch die FDP nochmals für die neun zusätzlichen Stellplätze geworben. Bürgermeister Kalle Wassong (parteilos) verwies darauf, dass der Parkraum entlang der Straße aufgrund vorgesehener Grüninseln knapper werden wird. Gerade im Bereich des Ärztehauses werde der Parkdruck zunehmen. Auch Lars Gumbel (FDP) plädierte für die Zusatz-Parkplätze, zumal ein Parkstreifen am Rathaus durch den verkehrsberuhigten Ausbau der Poststraße wegfalle. Wilhelm Mankau (SPD) und Jörg Lachmann (CWG) wiesen hingegen darauf hin, dass es auf dem Platz vor dem Rathaus ("d'r Märet") und auf dem hinter dem Ärztehaus gelegenen Wilhelm-Stockums-Platz reichlich Parkmöglichkeiten gebe. "Wenn wir den Ort schöner gestalten wollen, dann gelingt uns das sicher nicht mit Parkplätzen", betonte Lachmann.

Jörg Stoltze (SPD) machte nochmals auf die Ersparnis von 17.000 Euro durch den Verzicht auf die neun Parktaschen aufmerksam. Obendrein beantragte die SPD die Einrichtung von zwei Behindertenparkplätzen vor dem Ärztehaus. Dieser Antrag wird in der Sitzung des Planungs- und Verkehrsausschusses am 12. Juni beraten.

Die Neugestaltung der Poststraße orientiert sich am Vorbild der Laurentiusstraße. Geplant ist ein niveaugleicher Ausbau, also ohne Bordstein, in Pflasterbauweise mit Grünflächen und Aufpflasterungen zur Verkehrsberuhigung. Die Gesamtkosten werden auf 590.000 Euro geschätzt. Der Anliegeranteil an den umlagefähigen Kosten beträgt 40 Prozent. Die Verwaltung geht davon aus, dass der Beitragssatz für die Anwohner bei 10,06 Euro pro Quadratmeter anrechenbarer Grundstücksfläche liegen wird.

(jos)
 
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