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Niederkrüchten
Raum für Spaß und Sport

Niederkrüchten: Raum für Spaß und Sport
Der Grundriss für das Erdgeschoss des geplanten Kinder- und Jugendtreffs. FOTO: RPO
Niederkrüchten. Einer neuer Jugendtreff in Elmpt – und damit die Ablösung des seit 16 Jahren währenden Provisoriums An der Wae – ist so nahe wie nie. Die Finanzierung steht, die Politik ist sich weitgehend einig, der Kreis hat keine Bedenken. Von Jochen Smets

Theo Coenen zitierte ein Mitglied der Zielgruppe: "Voll geil", so staunte ein Jugendlicher, als die Pläne für den Neubau des Elmpter Kinder- und Jugendtreffs erstmals auf dem Tisch lagen. Diesem Urteil, wenn auch in der Wortwahl etwas differenzierter, schlossen sich die Mitglieder des Sozialausschusses und des Bauausschusses in einer gemeinsamen Sitzung an. SPD-Mann Coenen erklärte, dass der Entwurf des Dülkener Architektenbüros Schmitz "den Nagel auf den Kopf getroffen hat" und signalisierte "volle Zustimmung der SPD". Nicole Scholz (CDU) geriet ebenfalls ins Schwärmen: Die von Architekt Thomas Lennartz vorgestellten Pläne seien "ganz toll".

Wenn der Rat am kommenden Dienstag der im Sozialausschuss mit großer Mehrheit gefassten Beschlussempfehlung folgt und grünes Licht gibt, kann das Projekt anlaufen. Mit einem Baubeginn auf dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück an der Lehmkul (gegenüber dem Hallenbad) sei frühestens Ende 2011, realistischerweise aber wohl eher im Frühjahr 2012 zu rechnen, teilte Bürgermeister Herbert Winzen im RP-Gespräch mit. Die Fertigstellung sei für Ende 2012/Anfang 2013 zu erwarten.

Mobile Bühne als Herzstück

Der von Lennartz vorgestellte Entwurf bedeutet gegenüber dem Ein-Raum-Jugendtreff an der Wae einen Quantensprung. Der 370 Quadratmeter Nutzfläche bietende Neubau gliedert sich in einen umlaufenden eingeschossigen Gebäudeteil, über dem sich ein erhöhter Teil mit Pultdach erhebt. Eine farbenfroh gestaltete "Willkommenswand" ist sozusagen die Visitenkarte des Gebäudes. Im Inneren bildet ein Multifunktionsraum mit mobiler Bühne das Herz des Jugendtreffs. Er ist von oben über eine Galerie einsehbar. Darum gruppieren sich ein Gruppenraum, ein Kreativraum, eine offene Küche mit vorgelagerter Theke, Büro- und Besprechungsräume für die Leitung sowie für die mobile Jugendarbeit, Sanitärräume und weitere Funktionsräume. Im Außengelände stellt sich Lennartz eine thematische Gliederung in Kreativgarten, Theatergarten, Klettergarten und Sportgarten vor.

Politiker aller Fraktionen zeigten sich wohlwollend bis begeistert über die Pläne. Eine kurze Diskussion um die Kosten entwickelte sich, als Natascha Dorsch (FDP) zu bedenken gab, dass sich die Gemeinde in ihrer aktuellen finanziellen Situation ein solches Projekt eigentlich nicht leisten könne. Dorsch und CDU-Vertreter Manfred Schmitz stimmten als einzige dagegen.

Anne Lödorf-Zühlke, die seit 14 Jahren den Jugendtreff An der Wae leitet, sieht durch den Neubau "ganz neue Möglichkeiten für die Jugendarbeit in Elmpt". Auch die Jugendlichen, die die Pläne ebenfalls begutachtet hatten, seien begeistert gewesen. Einer habe gesagt: "Bauen die das wirklich für uns?"

Quelle: RP
 
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