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Viersen
Regenrohr, Kühlschrank und die Kunst der Fuge

Viersen. Beim zweiten Frühjahrsputz in Dülken waren 50 Helfer aktiv — auch die Bürgermeisterin sammelte fleißig mit

Der zweite Frühjahrsputz in Dülken hatte keinen guten Start: Kurz vor Beginn ein Regenschauer, doch als alle rund 50 Helfer auf dem Alten Markt waren, verzogen sich die Wolken. Zwölf große und drei kleine Mitglieder des "Freundeskreis Querbeet" kamen, die Fußballer der SG Dülken, die Pfadfinder und viele Bürger, die zu Handschuhen und Müllsäcken griffen, auch die Schirmherrin Bürgermeisterin Sabine Anemüller.

"Wir haben alles dabei, was wir brauchen könnten, sogar Material für die Erste Hilfe", sagte Organisatorin Simone Mertin. Dann bildete sie fünf Gruppen und gab jeder einen Stadtplan für ihr Sammelgebiet: Gruppe 1 an der Stadtmauer, Gruppe 2 am Gefangenenturm, Gruppe 3 am Domhof und Gruppe 4 am Cap Horn. Die kräftigsten Männer gingen zum Lunapark und brachten neben Kleinmüll auch einen Tisch und zwei Autoreifen mit. Den überraschendsten Fund machten die Helfer an der Börsenstraße: Dort hatte jemand einen ausgeschlachteten Kühlschrank abgestellt und ein kaputtes Regenrohr: "Warum gibt man so etwas nicht in den Sperrmüll?" Auch ein Farbeimer und ein Rollo fanden sich, und einige der Männer gruben mit dem Schraubenzieher kleine Schnapsflaschen aus dem Pflaster.

Dülken-Büro-Leiter Andreas Goßen dankte der Stadt für den Austausch der Mülleimer. Aber Dülkens Innenstadt war auch längst nicht so dreckig wie erwartet. So trafen die meisten Helfer schon nach einer guten Stunde wieder auf dem Alten Markt ein. Eine Bitte hat Simone Gartz: "Die Stadt soll das Loch in der Mauer am Ostwall gegenüber dem Spielplatz schließen. Dort wird viel durchgeworfen, was für die Kinder lebensgefährlich werden könnte."

(flo)
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