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Kreis Viersen
Regionalplan gibt der Zukunft einen Rahmen

Kreis Viersen: Regionalplan gibt der Zukunft einen Rahmen
Der Regionalplan gibt den Rahmen für die künftige Entwicklung in vielen Bereichen vor - zum Beispiel für Verkehr (oben), Gewerbe (unten links) sowie Bauen und Wohnen (unten rechts). FOTO: Siemes (1), Busch (2)
Kreis Viersen. Im neuen Regionalplan soll die "Viersener Kurve" nicht auftauchen. Das fordert der Kreis Viersen in seiner Stellungnahme. Von Birgitta Ronge

Derzeit wird der Regionalplan Düsseldorf (RPD) erarbeitet. Nach dem ersten Beteiligungsverfahren änderte die Bezirksregierung den Planentwurf stellenweise, nun geht die Beteiligung in die zweite Runde. Die Stellungnahme des Kreises Viersen umfasst viele Bereiche, die für die Menschen künftig wichtig sind - darunter Gewerbe, Wohnen und Verkehr. Einige Beispiele:

  • Viersener Kurve Der Kreis fordert die Streichung der Darstellung "Viersener Kurve" im RPD-Entwurf - auch vor dem Hintergrund, dass das Vorhaben im Bundesverkehrswegeplan nicht als Projekt vordringlichen Bedarfs genannt wird.
FOTO: Busch Franz-Heinrich sen.

Dass es also in 15 bis 20 Jahren bezahlt werden kann, ist unwahrscheinlich. Landrat Andreas Coenen (CDU) verweist in der Stellungnahme des Kreises auch auf den Beschluss des Regionalrats dazu, der gefordert hatte, im Bundesverkehrswegeplan doch den zweigleisigen Ausbau zwischen Kaldenkirchen und Dülken neu zu bewerten, die "Viersener Kurve" davon aber auszunehmen.

  • Landleben Der RPD-Entwurf sieht vor, dass die Siedlungsentwicklung nur Flächen umfasst, die als Allgemeiner Siedlungsbereich oder für gewerbliche und industrielle Nutzung festgelegt sind.
FOTO: Busch Franz-Heinrich sen.

In kleinen Orten, die solche Festlegungen nicht haben, könnte dann nur noch für ortsansässige Bürger oder Betriebe gebaut werden. Der Landrat möchte, dass das geändert wird. Er fürchtet, dass sich sonst kleine Orte städtebaulich nicht entwickeln können, man zum Beispiel freie Flächen im Ort nicht bebauen könnte.

  • Stadtleben Wie viele Menschen in den Städten und Gemeinden wohnen können, soll planerisch geregelt sein. Für die Städte im Kreis (ohne Nettetal) gibt der Planentwurf eine Zieldichte von 35 Wohneinheiten pro Hektar vor, für die Gemeinden von 25 Wohneinheiten pro Hektar.

Doch wie dicht Städte und Gemeinden im Kreis tatsächlich besiedelt sind, ist sehr unterschiedlich. Daher möchte der Kreis nicht, dass es überhaupt eine Festlegung von solchen Dichtewerten im Regionalplan gibt. Das sei Sache der Kommunen, sagt der Kreis. Und eine Berechnung, die von den bestehenden Dichtewerten jeder Stadt ausgehe, sei auch sachgerechter.

  • Gewerbe Im ersten Beteiligungsverfahren hatte der Kreis noch große Bedenken gegen die Einschränkungen, die der Planentwurf für Gewerbegebiete vorsah.

Im neuen Entwurf hat sich einiges geändert: Danach sollen in Gewerbegebieten unter anderem auch Tankstellen, Sportanlagen und Anlagen für kirchliche, kulturelle oder gesundheitliche Zwecke möglich sein. Diese Änderung begrüßt der Kreis.

  • Großvorhaben Die Standorte Flugplatz Elmpt sowie Viersen-Mackenstein werden im Planentwurf als besonders geeignet betrachtet, um dort großflächige, erheblich belästigende Betriebe anzusiedeln.

Das begrüßt der Landrat in der Stellungnahme des Kreises auch. Er hatte im ersten Beteiligungsverfahren aber Bedenken zur Mindestgröße geäußert, dieser Punkt ist geändert worden: Die vormals erforderliche Mindestgröße von zehn Hektar für flächenintensive Betriebe auf dem Flugplatz Elmpt wurde gestrichen.

Quelle: RP
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