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Viersen
Reihenweise Optimismus

Viersen: Reihenweise Optimismus
FOTO: Franz Heinrich Busch
Viersen. Ein gutes Miteinander, um Probleme zu lösen und etwas zu erreichen - das wünschen sich viele Viersener, wie sie beim städtischen Neujahrsempfang erklärten. "Gemeinsam vorankommen und das in allen Bereichen. Es ist das Wichtigste, dass wir alle zusammen am Ziel arbeiten. Miteinander unterwegs sein, nicht gegeneinander", so Stadtsprecher Frank Schliffke. Von Bianca Treffer

Ein gutes Miteinander innerhalb der Stadt, der Stadtteile, der Verwaltung, dem Rat und dem Kreis wünscht sich so auch Landrat Dr. Andreas Coenen. - "Der Zusammenhalt in Gesellschaft und Gemeinden ist sehr wichtig. Nur auf diesem Weg können wir Herausforderungen wie etwa die Flüchtlingskrise meistern", sagt Martina Maaßen, Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen. Wichtig seien ihr "aufmerksam zu sein und füreinander einzustehen". Die Flüchtlingssituation gut zu regeln, egal was kommt, und das Ehrenamt zu würdigen, damit dieses unschätzbare Potenzial erhalten bleibt - das hat sich Bürgermeisterin Sabine Anemüller vorgenommen.

Das Ehrenamt liegt auch dem früheren SPD-Ratsherr Heinz Prost am Herzen. Es solle nach seiner Einschätzung endlich den Stellenwert bekommen, den es verdiene. Ohne die Ehrenamtler hätte man in Viersen ein Problem - und das nicht nur im Flüchtlingsbereich, meint Prost. - "Ich wünsche mir vor allen Dingen einen respektvollen Umgang miteinander", sagt Ute Feyen (Büro der Bürgermeisterin) ihren Jahreswunsch für Viersen. Politisch und menschlich zusammenwachsen und gemeinsam die Aufgaben lösen, ob das Thema Flüchtlinge oder der Bereich Wirtschaft, darauf setzt CDU-Ratsherr Paul Mackes. Udo van Neer von der FDP wünscht sich für dieses Jahr "weiterhin ein freundliches und weltoffenes Zusammenleben aller Bürger". Und einen "ausgeglichenen Haushalt", wie der FDP-Mann mit einem Schmunzeln verrät. Die Kasse dürfe nicht austrocknen, sagt der Erste Beigeordnete Dr. Paul Schrömbges mit Humor.

Auch praktische Wünsche gibt es, etwa für den 16-jährigen Jens: Er wünscht sich eine Freilauffläche für Hunde in Viersen. "Krefeld hat ein solches Angebot. Aber es ist wirklich nervig, jedes Mal nach Krefeld fahren zu müssen", sagt der Viersener.

Monika Krieg vom Jugendamt hofft darauf, unbeschwert Karneval zu feiern: "Trotz der Vorkommnisse in Köln hoffe ich, dass wir in Viersen frei und fröhlich feiern können wie sonst. Einfach eine schöne Zeit, ohne Bedenken haben zu müssen."

Einen funktionierenden Edeka-Markt in Dülken und grünes Licht vom Land für den Kreisverkehr an der Venloer Straße - davon träumt SPD-Ratsherr Heinz Plöckes.

Der frühere Architekt Heinz Döhmen hingegen hofft, dass man die vorhandenen guten Anlagen von Viersen nicht "über den Haufen wirft". So etwas wie Obi als Eingangssymbol für Viersen dürfe nicht erneut passieren. Viersen sei eine Stadt mit viel Grün, und so solle sie auch ihre Besucher begrüßen, meint der Architekt im Ruhestand.

Die Brauchtumspflege weiter fördern, ist ein Vorhaben von Vize-Bürgermeister Hans-Willy Bouren als "Kick in der Gesellschaft". Ansonsten hofft er auf eine weiterhin gut laufende Wirtschaft.

"Viersen hatte im vergangenen Jahr zahlreiche gute Projekte, angefangen vom Erschließungsring bis hin zum Festhallenvorplatz. Ich hoffe, dass daran angeknüpft wird, damit Viersen weiterhin attraktiv bleibt", meint Frank Kersbaum, Leiter der Viersener Feuerwehr.

Stolz auf das Geleistete sein, diesen Stolz für weitere gute Projekte mit in dieses Jahr nehmen und am Satz "Wir schaffen das" festhalten: So lautet das Credo vom früheren Bürgermeister Günter Thönnessen. Auf eine aufblühende Kreisstadt hofft auch der frühere Landrat Peter Ottmann. AKH-Geschäftsführer Kim Holger Kreft wünscht sich einen gelungenen Umzug von Dülken nach Viersen in Sachen Krankenhaus. Peter Abrahams, früherer Stadtsprecher, setzt darauf, dass Viersen seinen erfolgreich eingeschlagenen Weg fortsetzt.

Quelle: RP
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