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Brüggen
Reparaturbedarf der Brüggener Bäder wird geprüft

Brüggen. Ein erstes Ergebnis wird im Frühjahr 2017 erwartet. Das Lehrschwimmbecken Bracht ist seit vorgestern wieder geöffnet Von Birgit Sroka und Sabine Janssen

Die Brüggener Gemeindeverwaltung hat noch keine Entscheidung getroffen, was mit den reparaturanfälligen Bädern in Bracht und Brüggen geschehen soll. Das Lehrschwimmbecken in Bracht ist zwar wieder geöffnet, jedoch stehen noch einige Arbeiten an.

Die Verwaltung wurde damit beauftragt, eine Bestandsaufnahme mit dem Ziel erarbeiten zu lassen, ein klares Bild darüber zu erhalten, welcher Reparatur-, Instandhaltungs- und Modernisierungsaufwand in den kommenden Jahren in beiden Bädern zu erwarten sind. Das durch die Bäder derzeit entstehende Dezifit im Brüggener Haushalt bezifferte Kämmerer Oliver Mankowski auf 350.000 bis 500.000 Euro im Jahr.

In der Sitzung des Jugendpflege- und Sportausschusses und des Betriebsausschusses informierte Thomas Kalman vom Architekturbüro Krieger über die Vorgehensweise der Fachleute, die angefragt wurden, um für beide Bäder eine Sanierungsstudie zu erstellen. Ausschlaggebend für die Verwaltung war, dass das Büro bundesweit eines der wenigen Planungsbüros ist, das im Rahmen einer Unternehmensgruppe auch eine Betriebsgesellschaft vorweisen kann. "Wir beraten Kommunen gezielt zu dem Betrieb von Schwimmbädern", so Thomas Kalman. "Wir können mit der Bestandsaufnahme für beide Bäder noch vor Weihnachten loslegen. Ein Zwischenergebnis kann im ersten Quartal 2017 präsentiert werden." Ein erstes Orientierungsgespräch hat bereits im November mit der Betriebsleitung der Bäderbetriebe und dem technischen Bauamt stattgefunden.

Die Verwaltung teilte mit, dass in der Sanierungsstudie der Hallenbäder die technische und bauliche Bestandsaufnahme, die Ermittlung des Sanierungs- und Modernisierungsbedarfs, die Erstellung eines entsprechenden Konzeptes in Stufen sowie die Erstellung eines Konzeptes für einen eventuellen Ersatzneubau enthalten sind.

Die Ausschussmitglieder möchten jetzt aber noch nicht an einen Neubau eines Schwimmbades denken. "Ein Neubau ist derzeit kein Thema", sagt auch Kämmerer Mankowski. Erst soll die Analyse der beiden Bäder belastbare Zahlen bringen.

Ob es eine Bürger-Werkstatt bei der Sanierung gibt, ist ebenfalls noch offen. "Wenn die Bestandsaufnahmen gut ausfällt und wir für beide Bäder einen Sanierungsbedarf von 20.000 Euro haben, dann brauchen wir keine Bürgerbeteiligung", so Mankowski. Gleiches gelte bei kostenspieligen Erneuerungen technischer Geräte. Sinnvoll sei eine Bürger-Werkstatt nur, wenn es um Gestaltungsfragen ginge.

In kurzen Abständen will man sich treffen, um die notwendigen Schritte zu besprechen. Interessant werden die Zahlen aus der Gästepotentialanalyse und der Bäderlandschaft in der Region sein.

Seit vorgestern finden wieder die Übungsstunden der DLRG Ortsgruppe Brüggen-Bracht im Hallenbad Bracht statt.

Quelle: RP
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