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Viersen
Rezepte aus der Viersener Küche

Viersen. Der Viersener Verein für Heimatpflege hat das Kochbuch Maria Frankens neu aufgelegt Von Ingrid Flocken

Unter dem Titel "on su-e wo-erd vrö-er en Viersche jekokkd" ("und so wurde früher in Viersen gekocht") hat Maria Franken die vierte wieder erweiterte Rezeptsammlung aus der niederrheinischen Küche vorgestellt. Die langjährige zweite Vorsitzende des Viersener Vereins für Heimatpflege hatte wieder ihren Verein mit dem Vorsitzenden Albert Pauly im Rücken, finanziell unterstützte die Sparda-Bank das Kochbuch. So trafen sich jetzt Maria Franken, die unterstützt wird von ihrer Tochter Ulla, mit Pauly und Fred Pollmanns vom Heimatverein mit den Vertretern der Presse bei Bankdirektor Carsten Zint.

Auf dem Tisch standen leckere "Moppe" (eine Art Lebkuchen) und Mispelgebäck. Maria Franken hat schon als junges Mädchen die Rezepte ihrer Mutter gesammelt und aufbewahrt, 1993 ermunterte Pauly sie zum ersten Kochbuch. 1995 und 2004 folgten weitere Ausgaben. Sie erzählt aus dem Familienleben: "Kaum war nach dem Essen beim Beten das Amen gesprochen, überlegte die Hausfrau: ,On watt ko-ek ich no-e morge?'" Und: Es ist nicht wichtig, was Sie kochen, aber wichtig, wie Sie kochen."

Ulla Franken (links, v.l.), Maria Franken, Carsten Zint und Albert Pauly probieren "Moppe" und Mispelgebäck. FOTO: Busch Franz-Heinrich sen.

Rezepte - in Hochdeutsch - für Vorspeisen und Salate, Gemüsiges und Kartoffelgerichte hat Maria Franken ebenso gesammelt wie für Fisch und Fleisch, "Kermesä-ete" (Kirmesessen) und Tipps für die Verarbeitung der Mispel - Viersens Wappenblume. Sie steuerte eine Reihe eigener Zeichnungen bei und der Verein lieferte Bilder alter Viersener Stadtansichten. Warum die jetzige Ausgabe so lange gedauert hat? Dazu erklärt Maria Franken: "Ich musste doch jedes neue Rezept, das mir zugetragen wurde, erst mal ausprobieren. Bei mir steht immer die Waage auf dem Küchentisch."

Zu manchen Rezepten hat sie auch eine Geschichte parat: "Wenn eine Wöchnerin in St. Remigius ausgesegnet wurde, holten wir uns dazu immer Moppe in der Bäckerei." Und in 23 Kochkursen hat sie vielen Viersener Frauen die niederrheinische Küche näher gebracht.

So sah es bei Josef Kaiser in der Küche aus: Das Foto zeigt die Küche in "Haus Clee" in Waldniel. FOTO: Stadtarchiv Viersen
Quelle: RP
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