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Viersen
Rollstuhlfahrer fährt sich in Schlamm fest - Polizei hilft

Viersen: Rollstuhlfahrer fährt sich in Schlamm fest - Polizei hilft
Die Polizisten befreiten den Mann und seinen Elektro-Rollstuhl aus dem Schlamm. FOTO: Polizei
Viersen. Mit vereinten Kräften gelang es Beamten der Viersener Polizeiwache am Montag, einen 66 Jahre alten Dülkener wohlbehalten aus einer misslichen Lage zu befreien.

Der Mann hatte laut Polizeiangaben in den frühen Morgenstunden über den Notruf mitgeteilt, dass er sich mit seinem Elektro-Rollstuhl irgendwo in den Feldern entlang der Bahnstrecke zwischen Dülken und Boisheim festgefahren hatte.

Zudem sei der Akku seines Rollstuhls leer gewesen, teilte Polizeisprecherin Antje Heymanns mit. Leider habe der Rentner nicht gewusst, wo genau er sich befand, sodass mehrere Streifenwagenbesatzungen ausgerückt seien, um dem Mann zu helfen. Der hatte angegeben, dass er fror.

Rollstuhlfahrer steckte auf Feldweg fest

Die Polizisten suchten den Rentner zunächst entlang der befahrenen Feldwege, fanden ihn jedoch nicht. Erst als Beamten die nicht befahrbaren unbefestigten Feldwege abgingen, entdeckten sie den Dülkener an den Feldern zwischen Linde und Schündelenhöfe. Die Einsatzkräfte gaben dem Mann eine Decke und schoben den Elektro-Rollstuhl aus dem morastigen Boden heraus, berichtet Heymanns.

Die Besatzung eines Rettungswagens untersuchte den Mann und stellte fest, dass es ihm gut ging. Weil die Bergung seines schweren Rollstuhls durch die Feuerwehr zu aufwendig gewesen wäre, schoben die Polizisten und die Rettungskräfte den Mann bis zum nächsten, etwa 500 Meter entfernten Bauernhof. Weitere Kollegen fuhren in dieser Zeit zur Wohnung des Rentners in Dülken und brachten von dort sein Ladegerät mit.

Bei der gastfreundlichen Familie im rettenden Bauernhof habe es neben Strom für den Elektrorollstuhl auch heißen Kaffee für den Rentner und seine Helfer gegeben, berichtet Heymanns. Danach habe sich der Dülkener mit aufgeladenem Akku alleine auf den Heimweg machen können.

Quelle: RP
 
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