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Niederkrüchten
Santa Claus-Soccer: echt cool

Niederkrüchten: Santa Claus-Soccer: echt cool
In der Niederkrüchtener Sporthalle zeigten Jugendliche vollen Einsatz beim Midnight-Turnier. Aldi FC siegte über AC Warriors und die Party People. FOTO: RPO
Niederkrüchten. Acht Mannschaften fanden sich zu einem ersten Gemeinde übergreifenden Fußballturnier der Streetworker ein. Kinder und Jugendliche als Elmpt, Niederküchten, Amern und Brüggen jagten dem runden Leder hinterher. Von Wiltrud Wolters

Bitterkalt war es und ziemlich dunkel. Im Vorraum zur Sporthalle in Niederkrüchten sorgte eine einsame Kerze für die adventliche Stimmung – passend zum Santa Claus-Soccer-Midnight-Turnier. Die jungen Fußballer scherte das wenig. Sie wären am liebsten verschwitzt und mit nacktem Oberkörper ins Freie gezogen. Yvonne Laun und Heike Thiele, die Streetworker aus Niederkrüchten und Brüggen, hatten alle Hände voll zu tun, um dies zu verhindern.

Viel besser als draußen abhängen

"Wir wollten den Kindern im Winter etwas anbieten und sie für einen Abend mal von der Straße holen. Für uns ist das ein großer Erfolg", sagte Heike Thiele, die Leiterin des Second Home Brüggen. Sich im sportlichen Wettkampf zu messen, sei allemal besser als auf der Straße oder zu Hause abzuhängen, ergänzte Yvonne Laun. Dabei war es gar nicht so einfach, die Jungen für diese Idee zu begeistern.

"Die Jugendlichen sind extrem unverbindlich und sie können sich sehr schlecht festlegen", erklärte Thiele. Viele hätten sich nicht getraut. Man habe eine sehr hohe Hemmschwelle überwinden müssen, berichtete Gabi Wintraken vom Jugendzentrum Second Home in Brüggen. Deshalb habe sie bis zum Schluss nicht gewusst, wer tatsächlich kommen würde, obwohl man seit langem mit den Jugendlichen auf diesen Tag hingearbeitet habe.

Angefangen vom selbst gestalteten Plakat bis hin zu den selbst gebackenen Keksen wurden die Jugendlichen bei der Vorbereitung des Events mit in die Verantwortung gezogen. "Das ist gerade bei den Jüngeren sehr schwierig. Ihnen muss man etwas anbieten. Die Älteren lassen sich schon eher motivieren. Aber wir müssen halt aufpassen, weil wir es nicht mit einer großen Gruppe, sondern mehreren kleinen Grüppchen zu tun haben, die nicht immer unbedingt miteinander klar kommen", erläuterte Heike Thiele.

Aldi FC und Wilde Kerle

Gerade aus diesem Grund verstehen sich die Streetworker auch als Vorbilder. "Die Jugendlichen kennen uns, und wir zeigen ihnen durch diese Kooperationen, dass wir miteinander umgehen können", meinte Thiele. Tim, Dustin, Leo, Jonas, Nico und Dominic von Aldi FC freuten sich derweil über ihren souveränen Turniersieg bei den Jüngeren nach 4:0-Erfolgen gegen die AC Warriors und die Party People. "Das war richtig gut, aber es waren zu wenig Mannschaften da", erklärte Jonas. Ihren Namen hatten die Kicker, von denen nur die Hälfte auch im Verein spielt, im Internet gegoogelt. "Uns ist nichts eingefallen und dann sind wir im Internet auf Aldi FC gestoßen", meinte Kapitän Dustin. Bei den Größeren traten der 1. FC Nankazu, die Hodenfüxe, La Ola, die Oldstars und die Wilden Kerle an.

Quelle: RP
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