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Schwalmtal
Schlossbrauerei: Bagger kommen 2018

Schwalmtal: Schlossbrauerei: Bagger kommen 2018
An der Ecke der Roermonder Straße mit der Lüttelforster Straße in Waldniel stand früher die Schlossbrauerei. 2011 wurde der Sudturm abgerissen, seither ist die Fläche zugewuchert. FOTO: Birgitta Ronge
Schwalmtal. Auf dem Gelände der ehemaligen Waldnieler Brauerei sollen ein Supermarkt und ein Discounter errichtet werden. Netto und Rossmann wollen dort bauen. Bürger können sich den Plan ansehen: Der Entwurf liegt ab Januar aus Von Birgitta Ronge

Die Entwürfe für das Gelände der ehemaligen Schlossbrauerei in Waldniel werden erneut ausgelegt. Der Gemeinderat stimmte jetzt zu, den Flächennutzungs- und den Bebauungsplanentwurf wieder öffentlich auszulegen. Gleich nach Neujahr können sich Bürger die Pläne im Rathaus ansehen und Anregungen geben.

2011 war das Gelände freigemacht worden, als ein Bagger den alten Sudturm der Traditionsbrauerei abriss. Planungsamtsleiter Bernd Gather geht davon aus, dass die Bagger Ende 2018 anrollen können, um bestehende Gebäude abzuräumen. Dann kann das Gelände neu bebaut werden. Vorgesehen sind ein Discounter und ein Drogeriemarkt, Netto und Rossmann wollen sich dort ansiedeln.

Insgesamt ist die Fläche rund 8000 Quadratmeter groß. Für den Discounter ist eine Verkaufsfläche von rund 1000 Quadratmetern, für die Drogerie von rund 750 Quadratmetern vorgesehen. Zum Vergleich: Der heutige Lidl-Markt verfügt mit Bäckerei und Metzgerei über eine Verkaufsfläche von rund 800 Quadratmetern. Neben Discounter und Drogerie ist Platz für einen Backshop, einen Bäcker mit Café oder eine Metzgerei, für sie stehen 70 Quadratmeter zur Verfügung.

Mehrfach wurde bereits darüber diskutiert, wo die neuen Gebäude einmal stehen sollen, wo Stellplätze angelegt werden und welche Wege Lkw zur Anlieferung nutzen sollen. Der Entwurf des Architekturbüros Brauner sieht vor, den Drogeriemarkt hinter dem quadratisch angelegten Discounter zu platzieren, wenn man das Gelände von der Roermonder Straße aus betrachtet. Daneben werden die Stellplätze angeordnet.

An der Ecke von Roermonder und Lüttelforster Straße ist eine große Grünfläche vorgesehen, dort soll auch der Gambrinus-Brunnen, ein Erinnerungsstück an die alte Brauerei, einen Platz finden.

Zur Planung gehört auch der Lärmschutz: So sollen die Mitarbeiterparkplätze, die hinter dem Drogeriemarkt an der Lüttelforster Straße geplant sind, zwischen 22 und 6 Uhr nicht angefahren werden dürfen, um die Nachtruhe zu gewährleisten. An der Grenze zum Grundstück der Roermonder Straße 11 ist eine Lärmschutzwand vorgesehen, außerdem sollen "lärmoptimierte" Einkaufswagen mit Kunststoffkörben angeschafft werden.

Ein Knackpunkt in der Diskussion war die Geländehöhe. Denn dort, wo früher der Sudturm stand, erhebt sich heute ein Hügel. Die Trümmer des Turms liegen im Keller der Brauerei, der Schuttberg ist zugewuchert. Eine Anpassung an das historische Geländeniveau - also so wie früher, als es die Schlossbrauerei noch gab - sei für die geplante Nutzung nicht möglich, heißt es in der Begründung zu dem Vorhaben. Würde man nämlich die Höhen des Geländes an die beiden umgebenden Straßen anpassen, würde eine schiefe Ebene entstehen. Diese schiefe Fläche könnte für die geplanten Märkte und den Parkplatz nicht genutzt werden. Auch eine Tieferlegung des gesamten Geländes komme aufgrund der Anschlüsse an die westlich gelegenen Grundstücke nicht infrage. Das gilt auch für eine Terrassierung des Geländes - die Fläche wäre nicht barrierefrei, mit Einkaufswagen könnte man dort nicht fahren.

Der Drogeriemarkt soll nun maximal fünf Meter, der Discounter höchstens 6,50 Meter hoch werden. "Eine weitere Reduzierung ist aus gebäudetechnischer Sicht für die geplante Nutzung nicht möglich", erklärt die Gemeindeverwaltung. Sie weist auch darauf hin, dass ein durchschnittliches Einfamilienhaus etwa zehn Meter hoch ist.

Quelle: RP
 
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