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Kreis Viersen
Schnell mit dem Zug über die Grenze

Kreis Viersen. Gute Bahnverbindungen zwischen Deutschland und den Niederlanden sichern Lebensqualität.

Udo Schiefner, Bundestagsabgeordneter für den Kreis Viersen, und Patrick van der Broeck, Minister der niederländischen Provinz Limburg, trafen sich in Berlin, um sich über notwendige grenzüberschreitende Bahnverbindungen zu verständigen. Schiefner will sich in den laufenden Beratungen im Bundestag zum Bundesverkehrswegeplan für Verbesserungen bei grenzüberschreitenden Bahnverbindungen einsetzen.

Die Intercityverbindungen Düsseldorf-Venlo-Eindhoven und Köln-Aachen-Heerlen-Eindhoven wurden besonders beraten. Die Niederlande und Deutschland sind derzeit unzureichend an das schnelle internationale Schienennetz angebunden, stellte Minister Patrick van der Broeck fest. Er ist bei der Provinz Limburg unter anderem für den öffentlichen Personenverkehr zuständig. "Mit der Verbesserung der grenzüberschreitenden Bahnverbindungen verbessern sich die Reisemöglichkeiten zwischen der Provinz Limburg, Nordrhein-Westfalen und dem Rest Europas beträchtlich", so der Minister.

Udo Schiefner ergänzte: "In Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Frankreich profitieren die Bürger erheblich, wenn neue grenzüberschreitende Verbindungen geschaffen werden. Natürlich geht es dabei um die Unternehmen und die Angestellten, aber ebenso um die Studenten und um alle, die die zahllosen Erholungsgebiete auf allen Grenzseiten genießen wollen."

"Es gibt einen großen Markt für eine direkte schnelle Bahnverbindung zwischen Düsseldorf-Eindhoven und Köln-Eindhoven," sind Schiefner und Van der Broeck überzeugt.

Der Bundestagsabgeordnete will den Minister in seinem Bemühen um bessere grenzüberschreitende Bahnverbindungen unterstützen. Patrick van der Broeck hatte bereits in der ersten Jahreshälfte mitgeteilt, dass EU-Fördermittel für eine Studie zu IC-Verbindungen beantragt wurden: zu Düsseldorf-Venlo-Eindhoven und Köln-Aachen-Heerlen-Eindhoven sowie zu Brüssel-Löwen-Lüttich-Maastricht und Antwerpen-Hamont-Weert. Werden diese vier Bahnverbindungen ausgebaut, kann sich das Dreieck der Ballungsgebiete Randstad, flämische Raute und Rhein-Ruhr zur umfangreichsten Wirtschaftsregion in unserem Teil Europas entwickeln.

Die Verbindung zwischen Düsseldorf und Eindhoven wurde besonders erörtert, vor allem eine zweite Trasse zwischen Kaldenkirchen und Dülken. Dabei wurde der Lärmschutz angesprochen und wie die Strecke behutsam in die Wohnumgebung eingepasst werden kann. Das ist beiden Politikern ausgesprochen wichtig, da über die Verbindung auch Güter rollen. In der Region herrscht diesbezüglich große Skepsis.

Schiefner und Van der Broeck setzen sich für ein gemeinsames Vorgehen beim Ausbau der internationalen Trassen ein. Nur gemeinsam ist die notwendige breite Unterstützung zu erreichen. Auf deutscher und auf niederländischer Seite wird daran gearbeitet, Infrastruktur, Sicherheitssysteme, Fahrpläne, Ticketverkauf und Schienenfahrzeugtechnik zu harmonisieren.

(kai)
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